Stadtrat soll Umsetzung des Projekts „St. Wendel66“ für Generationenzusammenhalt prüfen

Die SPD-Fraktion hat einen Antrag zur Prüfung des Projekts „St. Wendel66“ in den Stadtrat eingebracht. Die Initiative zielt darauf ab, die Stadt für die wachsende Zahl älterer Menschen zukunftsfähig zu gestalten und generationenübergreifende Strukturen zu stärken.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Marc André Müller betonte die Bedeutung einer generationengerechten Stadtplanung: „Eine Stadt funktioniert nur, wenn alle Generationen ihren Platz haben. Und wenn älter werden nicht bedeutet, weniger sichtbar zu sein, sondern weiter dazuzugehören.“ Die Initiative reagiert auf den demografischen Wandel, da die geburtenstarken Jahrgänge der Babyboomer zunehmend das Rentenalter erreichen.

Der sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Thomas Krampe, erläuterte die Zielsetzung: „Ziel ist es, die Landesstrategie ‚Saar66‘ nach St. Wendel zu holen und zu prüfen, wie wir unsere Stadt und bestehende Strukturen innovativ und altersfreundlich weiterentwickeln können. Im Kern geht es um eine einfache, aber entscheidende Frage: Wie schaffen wir Strukturen, die es Menschen ermöglichen, möglichst lange selbstbestimmt, aktiv und eingebunden zu leben?“

Das Land Saarland stellt unter Federführung von Gesundheitsminister Dr. Magnus Jung (SPD) Fördermittel für das Programm „Saar66″ zur Verfügung. Die Förderung ermöglicht jeder Kommune, eine halbe Stelle für einen Generationengestalter einzurichten. Diese Person soll bestehende Angebote vernetzen, neue Impulse geben und die Interessen älterer Menschen bei kommunalen Entscheidungen vertreten.

Die SPD sieht in der älteren Generation wichtige Stützen der Gesellschaft. Diese Menschen würden Vereine tragen, sich ehrenamtlich engagieren, Enkelkinder betreuen und Nachbarschaften stabilisieren. Der Antrag wurde bewusst als Prüfauftrag formuliert, um zunächst die Umsetzungsmöglichkeiten in St. Wendel auszuloten.

„Eine altersfreundliche Stadt nützt nicht nur den Älteren. Sie nützt Familien. Sie nützt dem Ehrenamt. Sie nützt dem sozialen Zusammenhalt. Und sie gibt Sicherheit – für uns alle, die wir irgendwann selbst älter werden“, argumentierte Müller. Krampe ergänzte: „Wir wollen klären, wie St. Wendel diese Chance nutzen kann und welche konkreten Schritte sinnvoll sind. Aber eines steht fest: Wer heute vorsorgt, sorgt dafür, dass unsere Stadt auch morgen lebendig bleibt.“

Die SPD-Fraktion verfolgt mit dem Antrag das Ziel, St. Wendel zu einem Ort zu entwickeln, an dem Menschen nicht nur gut leben, sondern auch gut älter werden können.

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