St. Wendeler Wingertschule baut Hotels für Insekten

Es gibt immer weniger Insekten. Denn sie finden immer weniger Nahrung. Dabei sind sie Teil eines empfindlichen Ökokreislaufes. Wenn sie weniger werden, hat das somit Auswirkungen auf den gesamten Kreislauf, auf Flora und Fauna. Daher muss der Mensch manchmal eingreifen. Eine Tatsache, die auch den jungen Generationen vermittelt werden sollte.

 

Dies wird an der St. Wendeler Wingertschule getan, und zwar anschaulich. Denn im Biologieunterricht ist der empfindliche Kreislauf Thema, im Arbeitslehrunterricht werden Insektenhotels gebaut. „Ein schönes Beispiel für fächerübergreifenden Unterricht“, freut sich Schulleiter Thomas Fey. „Dazu ist es ein Beitrag zum Naturschutz und soll vielleicht andere animieren, auch solche Insektenhotels zu bauen“, ergänzt Förderschullehrer Sascha Brass, der mit seinen Schülern die Insekten-Nisthilfen baute.

 

Oft sind Insektenhotels, zumeist Setzkasten, die einzige geeignete Brutmöglichkeit in der ganzen Umgebung. Ebenso dienen sie erwachsenen Tieren als Unterschlupf. Bestückt können sie mit Schilfrohrbündel, markhaltige Pflanzenstängel, Hartholzblöcke mit Bohrlöchern, Bambus- oder Pappröhren werden.

 

Acht dieser Insektenhotels wurden in der Wingertschule gebaut. Brass: „Für ein Hotel braucht man etwa zehn Stunden.“ Die fertigen Hotels wurden nun an drei Institutionen übergeben, die geeignete Plätze finden werden: an Stadt und Landkreis St. Wendel sowie an den Naturschutzbund.

 

Das Material für die Hotels stellte übrigens auch eine St. Wendeler Spedition kostenlos zur Verfügung. Brass: „Für derartige Spenden sind wir immer dankbar und freuen uns natürlich über weitere.“

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