Waldbesuch der Bürgermeisterkandidaten

St. Wendel: Bürgerinitiative „Wir für den Wald“ fordert Maßnahmen

Foto: BI Wir für den Wald

Die Bürgerinitiative „Wir für den Wald“ hat zu einer  besonderen Waldbegehung in St. Wendel eingeladen. Die Bürgermeisterkandidaten Tobias Decker (FDP), Marc André Müller (SPD) und Uta Sullenberger (Bündnis 90/Die Grünen) nahmen zusammen mit dem Experten Martin Levin von der Naturwaldakademie teil, um den aktuellen Zustand des Stadtwaldes zu begutachten und zukunftsorientierte Lösungen zu diskutieren.

Martin Levin, ehemaliger Forstamtsleiter und Autor des Buches „Der ungezähmte Wald“, teilte seine umfangreiche Erfahrung mit dem erfolgreichen Management des Göttinger Stadtwaldes. Er betonte die dringende Notwendigkeit einer neuen Herangehensweise: „Unsere Wälder sind in einem bedenklichen Zustand. Sie sind der beste Verbündete im Kampf gegen den Klimawandel, aber nur, wenn wir sie nicht durch übermäßige Holznutzung und den Einsatz schwerer Maschinen schwächen.“

Die Diskussion beleuchtete kritische Aspekte der derzeitigen Forstwirtschaft, die durch politische Fehlanreize und eine überhöhte Holznachfrage den Wald unter Druck setzen. Levin argumentierte, dass gegenwärtige Praktiken, die oft als nachhaltig beworben werden, in Wirklichkeit den Anforderungen eines klimaangepassten Waldmanagements nicht gerecht werden.

Ein wesentlicher Punkt der Begehung war auch die Diskussion um die aktuelle Waldbaurichtlinie des Saarlandes, die im Staatswald verpflichtend ist, jedoch noch nicht auf den Stadtwald St. Wendel angewandt wird. „Es ist unverständlich, warum diese Richtlinien, die den Waldschutz verstärken könnten, nicht auch hier angewendet werden“, bemerkte die Sprecherin der BI.

Die BI „Wir für den Wald“ dankte den anwesenden Kandidaten für ihre Offenheit und das Engagement, den Dialog fortzuführen. „Es ist klar, dass wir eine Waldwende brauchen – und zwar jetzt. Wir stehen bereit, mit den künftigen Entscheidungsträgern zusammenzuarbeiten, um den Stadtwald für zukünftige Generationen zu bewahren“, schloss die Sprecherin.

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