Serie zur Landtagswahl: Paul Müller von Die Reformer Saar #LTW17

Erzählen Sie uns was zu Ihrer Person! Wo wohnen Sie, wie alt sind Sie, sind Sie verheiratet, haben Sie Kinder, welche Hobbys haben Sie?

Ich wohne in Tholey, bin 61 Jahre alt, unverheiratet und habe keine Kinder. Zu meinen Hobbys gehören Reisen, Städtetouren, lange Spaziergänge durch die Natur.

Welche Berufsausbildung haben Sie?

Ich bin zertifizierter Disability Manager, war Energieleitzentralen Lastverteiler Bereich Gas, bin gelernter Kfz-Mechaniker und war unter Tage als Betriebsschlosser. Außerdem Ausbildung zum Kraftwerker. Zurzeit bin ich ehrenamtlicher Richter am Landgericht, Referent bei verschiedenen Organisationen wie DB, IGBCE, Gemeinden, VdK, Selbsthilfegruppen.

Warum engagieren Sie sich in einer Partei?

Seit 35 Jahren mache ich Arbeit und Sozialrecht. Bin seit 2008 VdK OV Vorsitzender und bekomme in dieser Zeit immer mehr Fehlentwicklungen, Missstände und Ungerechtigkeiten mit. Es nützt nichts immer auf der Seite der Bittsteller zu stehen, sondern man sollte versuchen auf die Seite derer zu kommen die Entscheidungen, neue Gesetze oder Verordnungen im Sinne der Bürgerauf den Weg zu bringen. Die Anzahl der Beratungen die ich mache sind sprunghaft angestiegen. Meist handelt es sich um Themen Betriebliches Eingliederungsmanagement das entweder schlecht oder gar nicht praktiziert wird. Abgelehnte Maßnahmen im Gesundheitswesen oder Ungleichbehandlungen bei Leistungsanträgen. Auch das verschleppen von Anträgen von Amts wegen.

Wie sah Ihr Werdegang in Ihrer Partei aus?

Ich war lange Jahre Mitglied in der CDU. Dort hatte man aber keine Chance sich ein zu bringen sondern man musste das übernehmen was vorgekaut wurde. Merkel hörig ohne eine eigene Meinung zur Diskussion stellen zu können.

Ich wechselte dann zu den Reformern die sich im letzten Jahr als Landesverband gegründet haben. Hier sind alle ehemaligen Mitglieder aus den anderen Parteien, viele auch von den Linken.  Durch Kompetenz und Willen Funktionen aber auch Verantwortung zu übernehmen, wurde ich zum Stellv. Landesvorsitzenden gewählt und bin Mitglied des Bundesvorstandes.

Was wollen Sie im Landtag anpacken?

Ein großes Problem besteht innerhalb der Parteien die Vetternwirtschaft, das „Postengeschacher“ ebenso sollte Qualifikation statt Versorgungsmentalität eingehalten werden. Für uns ist es unabdingbar, bei allen öffentlichen Aufträgen generell die Haftungsfrage zu stellen, wenn die entstandenen Kosten den veranschlagten Kostenrahmen aus nicht nachvollziehbaren Gründen um ein mehrfaches übersteigen. Gleiches sollte auch gelten, wenn die Generierung von Einnahmen versäumt, vernachlässigt oder unterlassen wurde. Für uns ist es unabdingbar, bei allen öffentlichen Aufträgen generell die Haftungsfrage zu stellen, wenn die entstandenen Kosten den veranschlagten Kostenrahmen aus nicht nachvollziehbaren Gründen um ein mehrfaches übersteigen. Gleiches sollte auch gelten, wenn die Generierung von Einnahmen versäumt, vernachlässigt oder unterlassen wurde.

Was ärgert Sie derzeit in der Politik?

Es ist ein Einheitsbrei, vor den Wahlen werden wieder Versprechungen gemacht die dann nicht eingehalten werden, werben mit gefälschten Statistiken und manipulierten Medien.
Das ungerechte Behandeln von neuen Parteien bei deren Finanzierung. Die neuen Parteien bekommen weder etwas aus dem Parteienfinanzierunggesetz, noch haben sie viel aus Mitgliederbeiträgen. Sponsoren fehlen auch, es muss alles aus privater Tasche bezahlt werden.  Die Regierungsparteien lassen überall ihren Einfluss wirken um die neuen Parteien im Keime zu ersticken.

Was sind die aus Ihrer Sicht drei wichtigsten Dinge aus dem Wahlprogramm Ihrer Partei?

Qualifikation statt Versorgungsmentalität, kein Postengeschachere mehr in Zukunft
Zurück zum bewährten System G9
Saarländische TAFELN an ihren Grenzen da muss etwas geändert werden.
Weitere Ziele: Gegen Massentierhaltung und besseren Tierschutz, Kampf gegen die Altersarmut, Löhne von denen man leben kann, Renten von den man leben kann.

Was möchten Sie unseren Leserinnen und Lesern noch sagen?

Wir bitten darum dass die Wähler wählen gehen. Beobachten sie aufmerksam welche Aussagen gemacht werden, nicht was auf den Plakaten steht. Alles was dort steht hätten die Regierungsparteien schon in der Vergangenheit bearbeiten und erledigen können! Warum haben sie es nicht getan? Dem Volk vor der Wahl nach dem Maul reden, um gewählt zu werden, und dann alles wieder zu vergessen  darf nicht mehr passieren.

Foto: Paul Müller

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