Die jüngsten Ergebnisse der internationalen PISA-Studie offenbaren erneut gravierende Schwächen bei den Grundfähigkeiten 15-Jähriger in Deutschland. Etwa jeder dritte Schüler zählt beim Lesen und Rechnen zur sogenannten Risikogruppe, in den Naturwissenschaften ist es rund jeder vierte. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Jutta Schmitt-Lang, nimmt die Zahlen zum Anlass, einen grundlegenden Wandel in der saarländischen Bildungspolitik einzufordern.
„Die neuen PISA-Ergebnisse sind das nächste Alarmsignal. Deutschland hat ein Bildungsproblem, und auch im Saarland gibt es längst genügend Warnsignale, die einen grundlegenden Kurswechsel in der Bildungspolitik nachdrücklich verlangen“, erklärte Schmitt-Lang. Sie verwies darauf, dass seit der Übernahme der Bildungsverantwortung durch die SPD im Jahr 2012 praktisch alle Erhebungen zur Leistungsentwicklung im Saarland rückläufig seien. Zu viele Kinder erreichten die Mindeststandards nicht, insbesondere in Mathematik, während gleichzeitig der Bedarf an Sprachförderung steige. An saarländischen Gemeinschaftsschulen würden inzwischen mehr als 5.000 Unterrichtsstunden pro Woche fachfremd unterrichtet – davon allein 1.454 Stunden in Mathematik. „Wer das zulässt, braucht sich über solche Ergebnisse nicht wundern“, so die CDU-Politikerin.
Schmitt-Lang formulierte mehrere zentrale Forderungen: Kinder müssten bei der Einschulung über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen, Sprachdefizite bereits vorher verbindlich erkannt und behoben werden. Lesen, Schreiben und Rechnen müssten wieder stärker in den Mittelpunkt rücken, und mehr Unterricht solle von ausgebildeten Fachlehrkräften erteilt werden.
Auch das Thema Künstliche Intelligenz griff die Abgeordnete auf. Die PISA-Studie zeige, dass bereits jeder zweite Jugendliche regelmäßig KI zum Lernen nutze, jedoch nur 59,3 Prozent im Unterricht lernten, KI-generierte Informationen kritisch zu bewerten. „Deshalb brauchen wir endlich ein verbindliches pädagogisches Rahmenkonzept für digitale Medien und KI, das wir als CDU schon lange fordern. Unsere Kinder müssen lernen, neue Technologien sicher, kompetent und verantwortungsvoll zu nutzen. Dafür die richtigen Voraussetzungen zu schaffen, ist eine zentrale bildungspolitische Aufgabe“, betonte Schmitt-Lang.
Ihr Fazit fiel deutlich aus: „Bildungspolitik muss sich am Ende an den Leistungen unserer Kinder messen lassen. Nach jeder neuen Bildungsstudie Betroffenheit zu zeigen und anschließend weiterzumachen wie bisher, reicht nicht mehr. Nach 14 Jahren SPD-geführter Bildungspolitik braucht das Saarland einen echten Kurswechsel: mehr Verbindlichkeit, mehr Leistung und einen klaren Fokus auf die Basiskompetenzen.“




