Das Saarland hat 113 neue Polizeikommissarinnen und Polizeikommissare in den Dienst übernommen. Reinhold Jost überreichte den Absolventinnen und Absolventen des Studienjahrgangs P 44 die Ernennungsurkkunden. Mit der Aushändigung traten 41 Kommissaranwärterinnen und 72 Kommissaranwärter in ein Beamtenverhältnis auf Probe ein.
Die neuen Polizeikommissarinnen und -kommissare hatten nach ihrer Vereidigung im Jahr 2022 einen dreijährigen Vorbereitungsdienst absolviert. In dieser Zeit wurden ihnen sowohl die berufspraktischen als auch die fachtheoretischen Grundlagen des Polizeiberufs vermittelt. Der Vorbereitungsdienst endete mit einer Abschlussprüfung, die alle Anwärterinnen und Anwärter erfolgreich bestanden.
Im Zusammenhang mit den Ernennungen hob Innenminister Jost insbesondere die Anpassung der Ausbildungs- und Prüfungsordnung hervor, die im vergangenen Jahr umgesetzt worden war. Diese Änderung ermögliche es, dass die neuen Kommissarinnen und Kommissare bereits zwei Monate früher als bisher – unmittelbar nach Abschluss der Prüfungen – als vollwertige Einsatzkräfte zur Verfügung stehen. Dadurch habe die saarländische Polizei noch vor den Feiertagen eine spürbare personelle Verstärkung erhalten.
In seiner Ansprache betonte Jost die besondere Bedeutung des Polizeiberufs. „Polizistin oder Polizist zu sein ist mehr als nur ein Beruf, es ist eine Berufung: Die zukünftigen Polizeikommissarinnen und -kommissare haben sich dazu entschieden, eine der wichtigsten Aufgaben in unserem Staat zu übernehmen – sie schützen unsere freiheitliche demokratische Grundordnung und stellen sich in den Dienst der Gesellschaft, um Sicherheit, Ordnung und Stabilität für die Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Dafür haben sie größten Respekt, herzlichsten Dank und höchste Anerkennung verdient; insbesondere, da ihr verantwortungsvoller Einsatz auch eine Gefahr für Leib und Leben mit sich bringen kann, wie uns in diesem Jahr äußerst schmerzvoll mit dem Fall des gewaltsamen Todes von Simon Bohr vor Augen geführt wurde.“
Der Minister unterstrich zugleich die Verantwortung der Landesregierung, die Polizei dauerhaft zu stärken. Dazu zählten Investitionen in moderne Ausstattung und Digitalisierung ebenso wie bessere Arbeitsbedingungen. Als Beispiele nannte er die Einführung des @rtus-Programms und der P20-Suche-App sowie die Anfang 2025 eröffnete neue Groß-Polizeiinspektion in der Landeshauptstadt.
Ein weiterer Schwerpunkt liege auf der personellen Entwicklung. Ziel sei es, bis zum Jahr 2032 insgesamt 2.900 Planstellen zu schaffen. Ergänzend dazu wurden Maßnahmen wie die FOS Polizei und die Tarifoffensive 50+2 zur Unterstützung der Einsatzkräfte auf den Weg gebracht. Auch verlässliche Beförderungsperspektiven seien Bestandteil des Maßnahmenpakets zur langfristigen Stärkung der saarländischen Polizei.




