Das saarländische Arbeitsministerium hat eine umfangreiche Informationskampagne zu geringfügiger Beschäftigung gestartet. Unter dem Motto „Minijob? – Mach was Großes draus!“ sollen Arbeitnehmer über die langfristigen Folgen von Minijobs informiert und Alternativen in regulären Beschäftigungsverhältnissen aufgezeigt werden. Die Kampagne läuft noch bis Ende September 2024.
„Minijobs leisten in bestimmten Lebenssituationen einen wichtigen Beitrag zur Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt und bieten beispielsweise für Studierende eine sinnvolle Möglichkeit zur Arbeit. Gleichzeitig darf nicht übersehen werden, dass geringfügige Beschäftigung keine gleichwertige Alternative zu sozialversicherungspflichtiger Arbeit darstellt. Mit unserer Kampagne möchten wir Transparenz schaffen, über Chancen und Risiken aufklären und Orientierung im komplexen System der Beschäftigungsformen bieten“, erklärte Arbeitsminister Magnus Jung bei der Vorstellung der Initiative.
Die Zahlen unterstreichen die Relevanz des Themas: Mit einem Anteil von 12,5 Prozent liegt das Saarland bei ausschließlich geringfügig entlohnten Beschäftigten über dem Bundesdurchschnitt. Insgesamt arbeiteten im Jahr 2025 im Saarland 55.453 Menschen ausschließlich in Minijobs – davon 31.990 Frauen und 23.463 Männer. Besonders auffällig: Ein Drittel aller Minijobbenden sind Frauen, die ausschließlich geringfügig beschäftigt sind. Trotz vorhandener Qualifikationen – 44,8 Prozent der Frauen und 49,6 Prozent der Männer verfügen über einen Berufsabschluss – arbeiten viele in der Reinigungsbranche, Gastronomie oder in Bürotätigkeiten.
Die medienübergreifende Kampagne wurde in Zusammenarbeit mit der Werbeagentur Jungen & Thönes entwickelt. Sie umfasst Plakatwerbung an verschiedenen Standorten im Saarland, Anzeigen in Printmedien sowie Beiträge auf den Social-Media-Kanälen des Ministeriums. Interessierte finden auf der eigens eingerichteten Website www.saarland.de/minijob weiterführende Informationen.
Mit der Initiative verfolgt das Ministerium mehrere Ziele: Die Sicherung von Fachkräften soll vorangetrieben, die soziale Absicherung von Beschäftigten verbessert und strukturelle Benachteiligungen – insbesondere von Frauen – am Arbeitsmarkt abgebaut werden. Die Kampagne ist Teil der saarländischen Fachkräfte- und Gleichstellungsstrategie, die darauf abzielt, bislang ungenutzte Potenziale auf dem Arbeitsmarkt zu aktivieren und gleiche Chancen in allen Lebensbereichen zu schaffen.





