Saar-SPD kritisiert Sparpläne: „Elterngeld-Kürzungen treffen Familien, die auf Kante rechnen“

Réka Klein SPD
Foto: Réka Klein

Die SPD-Frauen im Saarland kritisieren scharf die geplanten Einsparungen beim Elterngeld durch das Bundesfamilienministerium. Die Landesvorsitzende Réka Klein warnt vor den Folgen für Familien, die bereits jetzt mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben.

Nach Medienberichten plant das Bundesfamilienministerium unter Karin Prien für den Haushalt 2027 Einsparungen von etwa 500 Millionen Euro. Ein bedeutender Anteil soll durch Kürzungen beim Elterngeld erreicht werden. Diskutiert werden weitere Senkungen der Einkommensgrenzen sowie Veränderungen bei der Bezugsdauer der Leistung.

„Gerade im Saarland spüren viele Familien längst, wie groß der Druck geworden ist: steigende Lebenshaltungskosten, hohe Mieten, fehlende Betreuungsplätze und enorme Herausforderungen bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wer in dieser Situation beim Elterngeld kürzen will, verschärft die Unsicherheit vieler Familien ganz konkret im Alltag“, betont Klein.

Die SPD-Politikerin verweist darauf, dass das Elterngeld seit seiner Einführung im Jahr 2007 nie an die Inflation angepasst wurde. Gleichzeitig seien die Kosten für Lebensmittel, Energie und Wohnen erheblich gestiegen. „Viele Familien rechnen heute ohnehin schon auf Kante. Wer jetzt kürzt, greift nicht abstrakt in einen Haushaltstitel ein — sondern trifft Eltern in einer Lebensphase, in der finanzielle Sicherheit besonders wichtig ist“, mahnt Klein.

Besonders problematisch sieht die Landesvorsitzende die Auswirkungen auf die Gleichstellung. „Noch immer übernehmen vor allem Frauen den größten Teil der Care-Arbeit. Sie reduzieren häufiger ihre Arbeitszeit, landen öfter in unfreiwilligen Teilzeitstrukturen und tragen langfristig ein höheres Risiko von Altersarmut“, gibt Klein zu bedenken. Das Elterngeld sei ein wichtiger Baustein für mehr partnerschaftliche Verantwortung gewesen.

Mit Blick auf die Herausforderungen des Saarlandes warnt Klein vor negativen Folgen für den Arbeitsmarkt. Der Fachkräftemangel und der demografische Wandel erforderten Maßnahmen, um junge Menschen in der Region zu halten. Stattdessen erlebten junge Paare eine anhaltende Verunsicherung durch den schwierigen Wohnungsmarkt und finanzielle Belastungen.

„Wer will, dass Menschen sich für Kinder entscheiden können, muss ihnen Verlässlichkeit geben. Familien brauchen Planbarkeit, bezahlbare Betreuung, faire Löhne und eine Familienpolitik, die ihnen den Rücken stärkt. Familienpolitik ist keine freiwillige Zugabe in guten Zeiten — sie ist eine Investition in die Zukunft unseres Landes“, fordert Klein abschließend.

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