Am Sonntag, 4. Oktober, können Interessierte um 11 Uhr ein letztes Mal in diesem Jahr an einer öffentlichen Führung durch das Grabungsgelände im Wareswald teilnehmen. Projektleiter Dr. Klaus-Peter Henz von der Terrex gGmbH präsentiert dabei die neuesten Forschungsergebnisse und Entdeckungen. Es handelt sich zugleich um seine letzte Führung, da er zum Jahresende in den Ruhestand geht.
Der römische Vicus im Wareswald entstand im ersten Jahrhundert nach Christus am Kreuzungspunkt zweier überregional bedeutsamer Straßen – der Verbindung zwischen Metz und Mainz sowie der Route zwischen Straßburg und Trier. Die Siedlung lag am Fuße des Schaumbergs zwischen den heutigen Gemeinden Marpingen, Oberthal und Tholey. Zahlreiche Reisende und Händler nutzten die zumeist vom Militär angelegten Wege. Die Nachfrage nach Unterkunft, Verpflegung und Alltagsgütern zog Händler und Handwerker an, die sich an der Stelle des heutigen Wareswaldes niederließen. Die Siedlung wuchs auf eine stattliche Größe von mehreren Hektar besiedelter Fläche an. Um das Jahr 400 wurde der Vicus verlassen und ist seither nicht mehr besiedelt.
Treffpunkt ist um 11 Uhr am Parkplatz im Grabungsgebiet am Pfeilergrabmal. Das Gelände ist über die Zufahrt an der L135 zwischen Theley und Tholey zu erreichen. Die Führung dauert etwa 90 Minuten, die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.




