Gute Unterstützung

Notfallseelsorger im Landkreis St. Wendel erhalten erstes Einsatzfahrzeug

von rechts: Landrat Udo Recktenwald übergibt den Schlüssel an den Leiter der Notfallseelsorger im Landkreis St. Wendel, Peter Munkes (Foto: Jessica Weber)
von rechts: Landrat Udo Recktenwald übergibt den Schlüssel an den Leiter der Notfallseelsorger im Landkreis St. Wendel, Bertram Weber (Foto: Jessica Weber)

Die Notfallseelsorger im Landkreis St. Wendel erhielten vergangene Woche ihr erstes Einsatzfahrzeug vom Landkreis. Übergeben wurde es am Mittwoch, 09.02.22, in einem kleinen feierlichen Rahmen am Katastrophenschutzzentrum in Hofeld-Mauschbach. Nachdem die Einsatzkräfte bislang mit ihren Privatautos zu den Einsatzorten fuhren, wird ihnen das offizielle Einsatzfahrzeug die Arbeit in mehreren Hinsichten erleichtern.

Die Notfallseelsorger gehören zu den Hilfsorganisationen im Landkreis St. Wendel und sind Teil des Katastrophenschutzes. Sie betreuen Personen „seelisch“, beispielsweise nach einem Unfall oder begleiten die Polizei bei der Überbringung von Todesnachrichten. Sie unterstützen die Menschen, die schweres seelisches Leid erfahren haben und helfen ihnen, damit umzugehen. „Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Katastrophenschutzes“, wie Landrat Udo Recktenwald ihre Arbeit würdigt. Allein im letzten Jahr sind sie zu 69 Einsätzen ausgerückt.

Seit 21 Jahren gibt es die Notfallseelsorger im Landkreis St. Wendel. In dieser Zeit sind sie mit Privatfahrzeugen zu den Einsätzen gefahren. Das konnte problematisch werden, wenn sie beispielsweise auf der Autobahn die Rettungsgasse nutzen mussten, um zu einem Unfallort zu gelangen. Da kam es schon vor, dass andere Verkehrsteilnehmer sie nicht als Ersthelfer einordnen konnten und sich verständnislos zeigten, wenn sie durchwollten, wie Peter Munkes, Leiter der Notfallseelsorge im Landkreis St. Wendel, berichtet. Auch gab es an Einsatzorten nicht die Möglichkeit, sich mit den Betroffenen zurückzuziehen. Das ändert sich nun mit dem neuen offiziellen Einsatzfahrzeug.

Das ehemalige Notarztauto, ein Mercedes Viano, ist mit dem großen Schriftzug „Katastrophenschutz“ und dem Blaulicht auf dem Dach eindeutig als offizielles Einsatzfahrzeug erkennbar. Es bietet Platz für sieben Personen und zudem einen Rückzugsort, um sich in Ruhe unterhalten zu können. „Damit wird die Arbeit der Notfallseelsorger künftig erleichtert“, bestätigt Munkes, der sich froh und dankbar für das Fahrzeug zeigte.

Die Notfallseelsorger im Landkreis St. Wendel gehen ihrer wichtigen und wertvollen Arbeit rein ehrenamtlich nach. Bevor sie zu Einsätzen fahren, werden sie intensiv ausgebildet. Neue Mitglieder, die sich ehrenamtlich im Verein engagieren möchten, sind stets willkommen.

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