Nohfelden: Flower Power im Haus am See

Foto: Silke Frank

Die „Hippies“ entführten die Senioren in die blumigen und farbenfrohen 70er und ließen es in der Narrhalla Haus am See so richtig krachen. Sketche, Büttenreden, Tänze, Schunkelrunden und vor allem gute Laune waren Garant für eine unvergessliche Faschingsveranstaltung…

Endlich war es wieder soweit. Haus am See lud traditionell zum Sektfrühstück mit Fastnachtstreiben ein. „Das Prinzenpaar hat Platz genommen, zur Begrüßung ich die Bütt erklommen, und heiß alle Narren fröhlich willkommen. Mit Helau singt frohe Lieder, Haus am See feiert wieder“, eröffnete Hausleiterin Steffi Gebel schlag 8.11 Uhr die Narrensitzung vom Caritas SeniorenZentrum Haus am See. Im gesamten Haus war die Begeisterung zu spüren, als die hoheitlichen Gäste, das Senioren-Prinzenpaar Erna I. und Bernhard II. alias Erna Gref und Bernhard Lessel, durch die Besucherreihen marschierten. 

Schon der erste Auftritt mit dem Hühnertanz, bei dem alle Akteure mittanzten, bekam eine Rakete, und sie hatten sie auch redlich verdient. Die farbenfrohen Flower-Power Kostüme ließen die 70er wieder aufleben und waren das beherrschende Thema der diesjährigen Fastnacht. Den Auftakt in der Bütt machten Steffi Gebel und Nicole Becker mit dem Sketch „In der Buchhandlung“. Mehrfache Versuche, der anspruchsvollen Hausleiterin ein Buch zu verkaufen, waren zwecklos und scheiterten kläglich. „Vielleicht ein Buch über alte Zeiten?“ „Nee, kä altmodisch Zeug, das hab ich hier im Haus am See genug“, nörgelte Steffi Gebel. Zum Schluss schlug die Verkäuferin wütend und gereizt das St. Wendeler Telefonbuch auf die Theke. Das Publikum applaudierte vor Begeisterung.

Auch Scholastika Schummer, Mieterin im Betreuten Wohnen, machte in der Bütt den Närrinnen und Narren alle Ehre und schilderte in ihrem vielumjubelten Vortrag „Der Lack ist ab“ die alltäglichen Probleme des weiblichen Älterwerdens. „Mir Fraue, mir kämpfe mit den Wellen der Hitze, gegen zu viel Pfunde mit Pillen und Spritze. Wo früher der Gürtel war sitzt heute der Speck“. Trotz aller Frustration blieb sie optimistisch: „Doch mit unserer Sorge sin mir nit allään, denn unsere Männer sin aach nimme scheen, auch sie verlieren langsam die Haare, vorbei sind die wilden erfolgreichen Jahre. Auch sie werre nit jünger, der Lack, der is ab!“ Damit aktivierte sie die Lachmuskeln des närrischen Publikums und erhielt tobenden Applaus.

In einem weiteren Höhepunkt beschäftigte sich die „Seniorenheimleiterin“ alias Ruth Böffel mit den „Sparmaßnahmen im SeniorenZentrum“ und servierte dabei allerlei Frohsinn. Im Nachthemd und Schlafanzug zeigten die „Bewohner“ alias Monika Stoll, Diana Scheidhauer, Katrin Schmitt, Annette Sutter, Melanie Holzer und Yasmin Gass vor den Augen von Hausleiterin Steffi Gebel mit viel Witz die Möglichkeiten des Einsparens auf. So wuschen sie sich mit einem einzigen Waschlappen, der für alle Bewohner reichen musste. Auch die Zahnbürste und das Wasser im Zahnputzbecher wurden geteilt und sorgten für Ekelreaktionen. Da gab es beim Publikum kein Halten mehr.

Zwischen den einzelnen Auftritten bekamen die Gäste im prall gefüllten Foyer immer wieder die Gelegenheit, zu den stimmungsvollen musikalischen Einlagen von Engelbert Leid zu singen, zu tanzen und zu schunkeln. Gut drei Stunden beste Unterhaltung wurde unter lautem Applaus verabschiedet. Auch nach dem großen Finale tanzten die Senioren noch lange weiter…

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