Der Löschbezirk Primstal der Freiwilligen Feuerwehr blickt auf ein arbeitsreiches Jahr zurück. Bei der Jahreshauptversammlung berichtete Löschbezirksführer Thomas Gläser von 1.524 Stunden, die die Einsatzkräfte in Ausbildung und Übungen investierten. Die Mannschaft absolvierte 22 planmäßige Übungen sowie verschiedene Spezialtrainings. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf einer Übung in einer Tagespflegeeinrichtung in Kastel. Sechs Feuerwehrleute absolvierten zudem eine Realbrandausbildung im Katastrophenschutzzentrum Namborn. Beim Saarländischen Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Lebach erreichte die Wehr die höchste Auszeichnung in Gold.
Die Einsatzstatistik weist für das vergangene Jahr 46 Alarmierungen aus, darunter neun technische Hilfeleistungen bei Unfällen auf den Autobahnen A1 und A62. Die Feuerwehrleute retteten dabei zehn Menschen aus lebensbedrohlichen Lagen. Die Gesamteinsatzzeit sank von 772 Stunden im Vorjahr auf 316 Stunden. Diese deutliche Reduzierung erklärt sich durch das Ausbleiben von Hochwassereinsätzen, während die Wehr an Pfingsten 2024 durchgehend im Einsatz war. Die Gerätewarte investierten 146 Arbeitsstunden in die Wartung der Ausrüstung. Der Löschbezirk verfügt über 31 ausgebildete Atemschutzgeräteträger.
Besonders erfreulich entwickelte sich die Personalstärke: Durch acht Neuzugänge, bestehend aus Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr und Quereinsteigern, wuchs die Einsatzabteilung auf 56 Mitglieder an. Die Jugendfeuerwehr zählt 27 Mitglieder, die in 32 Übungen ausgebildet wurden. Sechs Jugendliche erhielten die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr. Die Vorbereitungsgruppe „Löschfüchse“ verzeichnete einen Zuwachs von fünf auf elf Kinder. Als Höhepunkt des Jahres besuchten sie das Erlebnisbergwerk Velsen. Der Spielmannszug besteht aus 18 Musikern und absolvierte fünf Auftritte. Die Altersabteilung umfasst 25 ehemalige Aktive, wie Ehrenlöschbezirksführer Dieter Becker mitteilte.
Bürgermeister Dr. Franz Josef Barth würdigte die erfolgreiche Nachwuchsarbeit: „Hier präsentiert sich ein gesunder Löschbezirk. Zudem gehört die Freiwillige Feuerwehr der Gemeinde Nonnweiler mit 270 Aktiven zu den Spitzenwehren im Landkreis.“ Mit Blick auf seinen anstehenden Ruhestand ergänzte er: „Es war mir eine große Ehre, der Freiwilligen Feuerwehr vorstehen zu dürfen.“ Ortsvorsteher und Landtagsabgeordneter Jonas Reiter hob den bemerkenswerten Personalzuwachs von über zehn Prozent hervor. Der stellvertretende Landesbrandinspekteur Heiko Schäfer mahnte: „Unbedingt auf Kurs bleiben!“
Kreisbrandmeister Frank Feid thematisierte die schwierige Tagesverfügbarkeit im Landkreis, attestierte Nonnweiler aber eine gute Aufstellung. Gemeindewehrführer Alexander Kuhn betonte: „Von insgesamt 84 Alarmierungen auf Gemeindeebene in 2025 war der Löschbezirk Primstal quasi jedes zweite Mal gefordert.“ Bei den Personalien übergab Thomas Kiefer nach zwölf Jahren das Kassenamt an Lukas Kiefer. Die acht neuen Aktiven erhielten ihre Aufnahmeurkunden. Der Bürgermeister beförderte Marie Klein zur Oberfeuerwehrfrau, Christoph Schäfer zum Oberfeuerwehrmann und Dominik Gärtner zum Hauptfeuerwehrmann. Brandmeister Werner Birtel wurde für 50 Jahre Feuerwehrdienst geehrt.



