Landrat ruft Narren zur Bewerbung für Verhaftung 2027 auf

zwei Berliner / Krapfen liegen vor Faschingsdekoration aus bunten Luftschlangen und Masken
Symbolbild

Mit einem augenzwinkernden Gedicht ruft Landrat Udo Recktenwald zur Bewerbung für seine eigene „Verhaftung“ im Jahr 2027 auf. Am Fetten Donnerstag, 4. Februar 2027, soll es wieder so weit sein – doch bislang habe sich offenbar noch kein Verein gefunden, der ihn symbolisch aus dem Amt vertreibt.

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In gereimter Form beschreibt der Landrat die närrischen „Demütigungen“ vergangener Jahre, bei denen er von Karnevalsvereinen aus dem Amt geführt wurde. Mit Anspielungen auf frühere Akteure und humorvollen Seitenhieben zeichnet er das Bild eines Verwaltungschefs, der die närrische Tradition nicht missen möchte.

Nun richtet sich der öffentliche Aufruf an alle Karnevalsvereine – unabhängig von Größe oder Mitgliederzahl. Sie sind eingeladen, sich beim Landratsamt zu bewerben, um den Landrat am 4. Februar 2027 in Ketten zu legen, anzuklagen und symbolisch aus dem Amt zu vertreiben.

Verhaftet, aus dem Amt verbannt,

von Narren die hier wohlbekannt,

am Fetten Donnerstag jedes Joor

da wuchsen mir neu graue Hoor.

Die Coburger lasen die Leviten

vertrieben mich mit verbalen Tritten

Die Ochsen riefen Allez Muh

und gaben ihren Senf dazu

Mit Schimpf und Schande, all die Jahre

Musst‘ ich die Demütigung ertrage

verlassen mein geliebtes Amt,

zum Zuschauen war ich verdammt!

Mein Team verteidigte den Chef,

Gut, aber erfolglos – aus dem FF!

Und nun sitz heut ich ratlos da

und frage mich: Ist das wohl wahr?

Es traut sich keiner mehr, oh Graus

mich zu vertreiben aus dem Haus!

Während Bürgermeister fröhlich sonnen

sich in arbeitslosen Wonnen

muss ich wohl weiter schuften gehn!

Kein Narr, der dieses kann verstehn!

Drum bekunde ich es öffentlich:

Die klare Bitte: Verhaftet mich!

Auf jeder Fastnachts-Dating-App

Meine Hotline, ich bin kein Depp.

In allen Medien inseriere ich –

Wer traut sich zu verhafte mich?

In Ketten abzuführen durch den Flur,

mir abzuringen den Narrenschwur,

mich anzuklagen, mich vorzuführen,

meine Schandtaten aufzuspüren.

Für 2027 können Karnevalsvereine

egal, ob Viele, Große oder Kleine

Bewerben sich beim Landratsamt

Mich zu vertreiben aus dem Amt!

Der Ankläger, das ist nicht geprahlt,

der wird von mir bestens bezahlt

Mit seiner ganzen Narrentruppe

Darf er den Tag im Amt hier wuppe

Mit uns trinke, esse on ach schunkele

De ganze Daach bis hin zum Dunkele.

Also: auf ihr Narren! Ich bin es leid!

Bewerbt euch nun und seid bereit!

Am 4.2.27 – darauf will ich wetten,

legt wieder jemand mich in Ketten!

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