Landkreis Neunkirchen bietet umfangreiches Fortbildungsprogramm gegen Rechtsextremismus und Antifeminismus

Der Landkreis Neunkirchen setzt ein umfangreiches Zeichen für Demokratieförderung und Extremismusprävention. Von Mai bis November 2026 finden verschiedene Veranstaltungen statt, die sich an Jugendliche, pädagogische Fachkräfte und interessierte Bürger richten.

Den Auftakt bildet am 11. Mai die Jugend-Demokratiekonferenz im Kreisjugendamt in Neunkirchen. Von 8.30 bis 15 Uhr können Jugendliche ab 12 Jahren in interaktiven Workshops mehr über demokratische Prozesse und aktuelle gesellschaftliche Themen lernen. Die Veranstaltung zielt darauf ab, junge Menschen für politische Teilhabe zu begeistern.

Am 19. Mai folgt ein vierstündiges Trainingsmodul zum Umgang mit Stammtischparolen in der momentum-Kirche am Center. Die Teilnehmenden üben anhand konkreter Alltagssituationen, wie sie auf Vorurteile und diskriminierende Äußerungen angemessen reagieren können. „Da es nicht die eine Antwort auf diese Frage gibt, bieten wir dieses Training an. Es soll uns dabei helfen, besser gewappnet zu sein, wenn uns Parolen begegnen“, heißt es in der Ankündigung. Die Veranstaltung entsteht in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Fachstelle Saarbrücken.

Dem Thema Antifeminismus widmen sich gleich zwei Fachtage im Juni. Unter dem Titel „Echte Männer und wahre Weiblichkeit“ findet am 16. Juni in der Schaumberg-Jugendherberge in Tholey eine Fortbildung für Haupt- und Ehrenamtliche in der Jugendarbeit statt. Zwei Tage später, am 18. Juni, behandelt eine weitere Fachtagung in Saarlouis das gleiche Thema. Beide Veranstaltungen zeigen die Verbindungen zwischen antifeministischen Haltungen und rechtsextremer Ideologie auf.

Das Fortbildungsprogramm umfasst weitere wichtige Themen: Am 26. Juni referiert ein Experte in der Katholischen Familienbildungsstätte Neunkirchen über aktuelle Entwicklungen im Rechtsextremismus. Im August beschäftigt sich ein Workshop mit dem Einfluss von Fake News und sozialen Netzwerken auf die Demokratie. Im September stehen eine dreitägige Betzavta-Trainer-Ausbildung zur Demokratie- und Menschenrechtsbildung sowie ein Online-Workshop zu toxischer Männlichkeit auf dem Programm.

Den Abschluss bilden im Oktober eine Netzwerkveranstaltung zur Partnerschaft für Demokratie und im November eine Fachtagung zu Angriffen auf die Erinnerungskultur. Diese widmet sich insbesondere der Relativierung historischer Verantwortung im Kontext des Nationalsozialismus. Die meisten Veranstaltungen sind kostenfrei oder gegen einen geringen Unkostenbeitrag von 10 Euro zugänglich. Anmeldungen sind bei den jeweiligen Kooperationspartnern möglich.

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