Im Saarland ereigneten sich im Jahr 2025 insgesamt 32.736 Verkehrsunfälle, was einem leichten Anstieg von 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Bei der Vorstellung der polizeilichen Verkehrsunfallstatistik betonte Staatssekretär Torsten Lang das Ziel der „Vision Zero“: „Kein einziger Mensch sollte im Straßenverkehr verletzt werden oder sein Leben verlieren.“
Die Zahl der Unfälle mit Personenschaden erhöhte sich um 4,8 Prozent auf 3.526 Fälle. Dabei kamen 27 Menschen ums Leben – drei mehr als 2024. Insgesamt wurden 4.496 Personen bei Verkehrsunfällen verletzt, davon 591 schwer und 3.878 leicht. Die Anzahl der Schwerverletzten stieg minimal um 0,5 Prozent.
Besonders auffällig ist der Anstieg bei E-Scooter-Unfällen von 175 auf 227 Fälle. Die Zahl der dabei verletzten Nutzer erhöhte sich von 121 auf 155 Personen. Todesfälle gab es in dieser Kategorie keine zu verzeichnen. Auch Radfahrer waren häufiger in Unfälle verwickelt: Die Unfallzahl stieg von 685 auf 760, die Zahl der verunglückten Radfahrer von 532 auf 656. Drei Radfahrer verloren ihr Leben, zwei davon bei Alleinunfällen.
Die Risikogruppe der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 24 Jahren verursachte 6,5 Prozent mehr Unfälle mit Personenschaden als im Vorjahr. Vier Angehörige dieser Altersgruppe starben bei Verkehrsunfällen – drei mehr als 2024. Bei den Senioren über 65 Jahre stieg die Zahl der Todesopfer von 10 auf 14.
Als Hauptunfallursache außerhalb geschlossener Ortschaften identifizierte die Polizei nicht angepasste Geschwindigkeit. Innerorts führten vor allem Vorfahrtsverstöße zu Unfällen mit Personenschaden. Die Zahl der Alkoholunfälle mit Personenschaden erhöhte sich um 7,8 Prozent auf 248 Fälle. Auf den saarländischen Autobahnen ging die Zahl der Personenschadensunfälle dagegen um 6,1 Prozent auf 294 zurück.
Die saarländische Polizei setzt zur Unfallprävention auf verschiedene Maßnahmen: Neben kontinuierlichen Kontrollen und konsequenter Ahndung von Verstößen steht die Präventionsarbeit im Vordergrund. Diese umfasst frühkindliche Verkehrserziehung, Fahrradausbildungen, Seminare für junge Erwachsene und Senioren sowie spezielle Sicherheitstage für Motorradfahrer. „Die Sicherheit im öffentlichen Verkehrsraum bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die wir alle gemeinsam zu erfüllen haben“, mahnte Staatssekretär Lang.
Mit 779 Kraftfahrzeugen pro 1.000 Einwohner liegt das Saarland deutlich über dem Bundesdurchschnitt von 714. Das Bundesland verfügt neben Bremen und Hamburg über das dichteste Autobahnnetz Deutschlands.



