Krankenhausversorgung in St. Wendel: Sachliche Bewertung statt parteipolitischer Zuspitzung

Marienkrankenhaus St. Wendel
Marienkrankenhaus St. Wendel

Die SPD-Landtagsabgeordneten Réka Klein und Nadia Schindelhauer weisen die Kritik der Kreis-CDU an Magnus Jung entschieden zurück. Die Vorwürfe seien erkennbar parteipolitisch motiviert und würden den tatsächlichen Entwicklungen rund um die Krankenhausversorgung im Landkreis St. Wendel nicht gerecht.

Gleichzeitig betonen die Abgeordneten, dass auch sie das Ausbleiben der geplanten Verlagerung der Geburtshilfe nach St. Wendel ausdrücklich bedauern. Eine wohnortnahe Geburtshilfe sei insbesondere für Frauen und Familien im ländlichen Raum von großer Bedeutung gewesen.

Nach Darstellung von Klein und Schindelhauer ist das Vorhaben jedoch nicht am Gesundheitsminister gescheitert. Vielmehr habe sich Jung im Rahmen seiner Möglichkeiten dafür eingesetzt, eine tragfähige Lösung für die Region zu erreichen und zugleich den Krankenhausstandort St. Wendel zu stärken. Ausschlaggebend sei gewesen, dass die Marienhaus-Gruppe den ursprünglich vorgesehenen Weg nach erneuter Bewertung nicht weiterverfolgt habe. Ein Minister könne einen Krankenhausträger nicht dazu verpflichten, bestimmte medizinische Leistungen an einen anderen Standort zu verlagern.

„Die Grenzen politischer Einflussnahme sind dort erreicht, wo ein Träger eine Entscheidung klar ablehnt“, erklären die Abgeordneten. Wer dennoch dem Minister die Verantwortung zuschreibe, lasse wesentliche Fakten außer Acht.

Zudem kritisieren Klein und Schindelhauer die fehlende einheitliche Haltung innerhalb der CDU im Saarland. Während sich Vertreter im Landkreis St. Wendel parteiübergreifend für eine Stärkung des Standortes eingesetzt hätten, seien aus anderen Teilen der CDU wiederholt gegenteilige Positionen geäußert worden.

Mit Blick auf die aktuelle Situation sei eine sachliche Bewertung entscheidend. Für den Standort St. Wendel komme es darauf an, bestehende Fachbereiche zu sichern und die medizinische Versorgung im ländlichen Raum dauerhaft zu gewährleisten. Das Marienkrankenhaus St. Wendel verfüge weiterhin über zentrale Angebote, unter anderem in der Notfallversorgung, der Kardiologie, der Schlaganfallversorgung sowie der Orthopädie.

Abschließend appellieren die beiden Abgeordneten an die politische Verantwortung aller Beteiligten, die zuletzt bestehende parteiübergreifende Zusammenarbeit nicht durch kurzfristige Auseinandersetzungen zu gefährden. Ziel müsse weiterhin eine stabile und verlässliche Krankenhausversorgung für die Menschen im Landkreis St. Wendel sein.

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