Kisoboka e.V. feiert sein zweijähriges Bestehen – Neuorientierung vorgestellt

Kisoboka heißt „Es ist möglich“ und genau das zeigten die beiden Vorsitzenden Lukas und Sophie Schäfer des Kisoboka Vereins aus Tholey am vergangenen Sonntag, als nicht nur das zweijährige Bestehen gefeiert, sondern auch gemeinsam auf das vergangene Jahr und die Zukunft geblickt wurde. Es ist möglich, anderen zu helfen und die Welt ein Stück besser zu machen, auch, wenn man ein relativ kleiner Verein ist und das beweist wohl keine andere lokale Gemeinschaft so sehr wie Kisoboka. Der Verein hat sich als übergreifendes Ziel gesetzt, langfristig die schulische Ausbildung sowie die allgemeine Lebensqualität von Waisenkindern in Uganda zu verbessern.

Zu Beginn präsentierte sich der Kinder- und Jugendchor „Die Jungen VielHarmoniker“ mit weihnachtlichem Gesang. Danach zeigten Lukas und Sophie Schäfer, die Vorsitzenden des Vereines, in einer kurzen Diashow die Vielfältigkeit und Schönheit von Ugandas Natur, referierten über den geografischen und historischen Hintergrund des Landes und zeigten außerdem die Entwicklung der Bevölkerungsstruktur im Vergleich zu Deutschland auf.

Danach berichteten die beiden konkret über die Arbeit des Vereines. In den letzten zwei Jahren hat der Verein das „Good Samaritan Orphanage Center“ in Entebbe finanzielle aber auch mit größtem, persönlichem Einsatz unterstützt. Das Zentrum ist sowohl Kindergarten, als auch Grundschule und wird von 100 bis 150 Waisen besucht. Hiervon leben auch ca. 35 dort, die restlichen wohnen in Pflegefamilien oder bei anderen Verwandten. Da das Waisenhaus keine staatliche Unterstützung erhält, ist es auf Spenden angewiesen. Neben monatlichen Spendenbeträgen zur Realisierung von vorher festgelegten Vorhaben reisten 2016 auch zweimal die Vorsitzenden des Vereins nach Uganda und halfen vor Ort mit. Bei den beiden Besuchen wurden nicht nur notwendige Anschaffungen, wie z.B. Matratzen, Küchenutensilien oder Decken gekauft sondern auch Renovierungsarbeiten durchgeführt. Neben dem Streichen der Klassenräume und des Gebäudes an sich kümmerte sich der Verein auch um die Erneuerung des Vorhofes. Aus dem sandigen Platz wurde nur durch die körperliche Arbeit von Lukas Schäfer und Helfern vor Ort ein fester, mit Steinen ausgelegter Vorhof. Besonders wichtig war dabei, den Hof mit einer leichten Schräglage und einer Regenrinne zu versehen, sodass in der Regenzeit das Wasser einfach ablaufen kann. Anhand von Vorher – Nachher Bildern wurde nicht nur die Notwendigkeit der Erneuerungen sondern auch die Effektivität der Vereinsarbeit bewiesen. Auch stellte Kisoboka den Kindern neue Sportkleidung und kümmerte sich darum, dass die Kinder medizinisch untersucht und gegebenenfalls behandelt wurden. Ein besonderes Highlight war ein gemeinsamer Besuch in den Botanischen Garten, von dem alle Kinder begeistert waren. Abschließend blickte der Verein mittels eines Videos, auf die lustigsten Momente der vergangenen Jahre zurück.

Im neuen Jahr wird sich Kisoboka komplett neu ausrichten und die Zusammenarbeit mit „Good Samaritan Orphanage Center“ zum Jahresende beenden. Die schwere Entscheidung sei getroffen worden, weil es von Seiten der Schulleitung zu einem Vertrauensbruch kam und die Arbeit auf partnerschaftlicher Basis deshalb nicht mehr weiter geführt werden kann. Für die Zukunft hat der Verein geplant, ein eigentlich längerfristiges Ziel umzusetzen, nämlich der Aufbau einer eigenen Institution in Uganda. Geplant ist, sich nun auf eine noch ärmere Region Ugandas zu kümmern in der Nähe zur Grenze zum Kongo. Der genaue Standort, der Finanzierungsplan oder auch welche Form die Institution haben wird, sei noch nicht geklärt, so die Vorsitzenden. Für die Klärung dieser sowie rechtlicher Fragen rechnet der Verein einen Zeitraum von mindestens einem bis eineinhalb Jahren ein.

Abschließend wurde noch eine Videobotschaft von Mike dem Projektkoordinator vor Ort gezeigt, in welcher er von den zwei vergangenen Jahren berichtet und anhand vieler Beispiele verdeutlicht, wie viel sich durch das außergewöhnliche persönliche Engagement von Lukas und Sophie verändert hat. Auch ruft Mike, der auch am neuen Projekt des Vereines beteiligt sein wird, dazu auf, den Verein weiterhin zu unterstützen.

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