Der Juni 2025 hat dem Saarland einen Wettermonat beschert, der in vielerlei Hinsicht außergewöhnlich war. Laut aktuellen Zahlen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war der erste meteorologische Sommermonat nicht nur einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – er war auch erheblich zu sonnig und zu trocken. Zusammen mit Baden-Württemberg verzeichnete das Saarland bundesweit die höchste Durchschnittstemperatur.
Mit 19,8 Grad Celsius lag das Temperaturmittel im Saarland 4,2 Grad über dem vieljährigen Durchschnittswert der Referenzperiode 1961 bis 1990 (15,6 °C). Damit war der Juni 2025 im Saarland außergewöhnlich heiß – und ein weiteres Kapitel in der Serie viel zu warmer Sommermonate, die der DWD seit Jahren dokumentiert. Insbesondere ab der Monatsmitte setzten sich wiederholt Hitzewellen mit Tageshöchstwerten jenseits der 30 Grad-Marke durch. Ein klarer Hinweis auf die zunehmende Häufung extremer Wetterlagen im Zuge des Klimawandels.
Auch in Sachen Sonnenschein zeigte sich der Juni überaus großzügig: 297 Sonnenstunden wurden gezählt – fast 100 Stunden mehr als im klimatologischen Mittel (204 Stunden). Damit war das Saarland eines der sonnenscheinreichsten Bundesländer im Juni, nur in Baden-Württemberg wurden noch etwas höhere Werte erreicht. Besonders die zweite Junidekade stach hervor, als an mehreren Tagen die maximal mögliche Sonnenscheindauer von rund 16 Stunden nahezu ausgeschöpft wurde.
Doch während Sonnenliebhaber und Freibadbesucher auf ihre Kosten kamen, macht sich die anhaltende Trockenheit zunehmend bemerkbar. Im Juni fielen im Saarland lediglich 61 Liter Niederschlag pro Quadratmeter – rund ein Viertel weniger als im langjährigen Mittel (80 l/m²). Damit reiht sich der Monat in eine Serie zu trockener Monate ein: Bereits seit Februar liegt die Niederschlagsbilanz unter dem Soll. Auch im ersten Halbjahr 2025 bleibt das Defizit deutlich – mit potenziellen Folgen für Landwirtschaft, Wälder und Grundwasserspiegel.



