Gonnesweiler: Der Mittelstand ist der Motor unserer Wirtschaft

Die Wirtschaft im St. Wendeler Land ist geprägt von mittelständischen, oft familiengeführten Unternehmen. Dies macht sie deutlich krisensicherer als andere Volkswirtschaften und hat dafür gesorgt, dass die Bankenkrise vor zehn Jahren so gut überstanden wurde. Doch der Mittelstand steht vor großen Herausforderungen.

Mit genau diesen Herausforderungen haben sich die rund 70 Gäste am 13.September in der Seezeitlodge bei der Veranstaltung „Mittelstand hat Zukunft!“ der IHK Regional St. Wendel, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land mbH und der saaris e.V. beschäftigt. Denn wie Ministerpräsident Tobias Hans in seinem Grußwort erwähnte, muss der Mittelstand erst noch fit gemacht werden, damit das Saarland in Zukunft ein attraktiver Hotspot für junge Gründer wird. Doch wie kann ein Mittelständler Chancen, vor allem aus den Herausforderungen der Digitalisierung ziehen? Dazu brachte Professor Dr. Markus Münter einen spannenden und lehrreichen Vortrag für die Gäste mit, in dem er erklärte, dass jedes mittelständische Unternehmen sich mit Digitalisierungs-Strategien beschäftigen muss, um langfristig am Markt bleiben zu können.

Dass es jedoch auch Unternehmen im St. Wendeler Land gibt, die mutige Schritte in die Zukunft wagten und damit große Erfolge erzielen konnten, wurde den Gästen am Beispiel zweier Unternehmer klar.

Zunächst stellte sich die Schreinerei Johann vor, die seit 1934 besteht und nun schon in der vierten Generation geführt wird. Dass Manfred Johann und Sebastian Kirsch nun sagen können, dass sie sich vom kleinen Meister-Eder Betrieb zur digitalen Holzwerkstatt entwickeln konnten, bedarf einer Menge Mut und Vertrauen in die Nachfolger. Nicht umsonst ist Manfred Johanns Motto der Spruch von Theodor Fontane : Am Mute hängt der Erfolg.

Mut bewies auch Gottfried Hares, als er das große Unternehmen Wagner Pizza an Nestlé verkaufte, um die Marke im Weltmarkt zu etablieren und so die Arbeitsplätze zu sichern. Doch nach dem Verkauf ruhte Hares keineswegs, sondern schuf gemeinsam mit seiner Familie die Seezeitlodge, die als Wellnesshotel am Bostalsee, dem Land eine touristische Anlaufstelle der Extraklasse bietet. Dem Investor war es dabei sehr wichtig, dass er seine Verbundenheit mit der Region zeigt, die sich von der Auswahl der Weine bis hin zur Übertragung der Keltenkultur in den SPA-Bereich zeigt.

Durch die Vorträge konnten die Gäste sehen, dass noch viel zu tun ist, aber dass es auch Firmen gibt, die sich schon fit für die Zukunft gemacht haben. Landrat Udo Recktenwald freut sich schon auf die Zukunft, denn wenn alles so auf uns zukommt, wie es hier prognostiziert wird, bleibt es spannend!

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