Gewerkschaftschefin bleibt im Amt: Langenbahn vertritt weiterhin Bauarbeiter und Reinigungskräfte

Porträt: IG BAU | Alexander Göbel

Die Mitglieder der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) haben ihre bisherige Bezirksvorsitzende für weitere vier Jahre gewählt. Ute Langenbahn steht damit weiterhin an der Spitze des Bezirksverbands Saar-Trier und vertritt die Interessen von Beschäftigten aus Bau, Reinigung sowie Land- und Forstwirtschaft im Kreis St. Wendel. Die 59-jährige Gewerkschafterin bringt selbst Berufserfahrung mit: Fast zwei Jahrzehnte arbeitete sie als Hauswirtschaftsmeisterin.

Im Landkreis St. Wendel beschäftigt das Bauhauptgewerbe etwa 820 Arbeitnehmer, während circa 360 Menschen in der Gebäudereinigung tätig sind. „Ob auf der Baustelle, im Garten- und Landschaftsbau, in der Reinigungsfirma, im Maler- oder Dachdeckerbetrieb – gerade am Arbeitsplatz kommt es darauf an, dass die Menschen an einem Strang ziehen. Gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen fallen nicht vom Himmel“, betont die wiedergewählte Vorsitzende. Sie ruft die Arbeitnehmer der Region dazu auf, sich aktiv für ihre Belange stark zu machen. Die Gewerkschaft stehe den Beschäftigten zur Seite – „Das gilt nicht nur, wenn es um faire Bezahlung, gute Job-Bedingungen oder die Mitsprache im Betrieb geht, sondern gerade auch dann, wenn es Zoff mit dem Chef gibt“, erklärt Langenbahn.

Die Gewerkschaftsführerin kündigte an, sich verstärkt in die aktuelle Politik einzumischen. Besonders beim Wohnungsbau sieht sie Handlungsbedarf: Bezahlbarer Wohnraum und mehr Sozialwohnungen erfordern ihrer Ansicht nach dringend zusätzliche Bundesunterstützung. Zudem müsse die Tarifbindung gestärkt werden. „Der Tariflohn sollte endlich zur Regel werden. Denn davon würden auch die Beschäftigten in der Region profitieren“, fordert Langenbahn.

Entschieden wendet sich die Gewerkschafterin gegen Pläne zur Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. „Ob Kürzungen bei der Lohnfortzahlung, die Abschaffung des 8-Stunden-Tags oder eine Erhöhung des Renteneintrittsalters – so dreiste Forderungen sind respektlos und gehen völlig an der Realität der Beschäftigten vorbei. So ist beispielsweise gerade auf dem Bau und im Handwerk schon heute für viele die Rente mit 65, 66 oder 67 nicht erreichbar“, kritisiert Langenbahn. Anstelle von Sozialabbau brauche es durchdachte Reformen, insbesondere eine „ordentliche, sichere und gerechte Rente“.

Weitere interessante Artikel:

ANZEIGEN

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Blätterbarer Katalog 2026 mit 44 Seiten:

Weitere Informationen zu den neuen „Gudd-Zweck-STERNZEICHEN-ETIKETTEN“ finden Sie hier:
https://www.gudd-zweck.de/fyi/ho-roos-kop/