Der Gemeinderat Marpingen hat einstimmig für einen Haushaltsplan gestimmt, der Investitionen in Höhe von rund 6,5 Millionen Euro vorsieht. Zentrale Punkte dieses Haushalts sind die Förderung des Ehrenamtes und der Vereinsarbeit, insbesondere durch Umbau und Sanierung der Dorfgemeinschaftshäuser. Ein signifikanter Teil dieser Investition fließt nach Urexweiler, wo das Dorfgemeinschaftshaus mit einem Betrag von 1,6 Millionen Euro umgestaltet wird. Dieses Jahr werden speziell 600.000 Euro für die Bewältigung der gestiegenen Baupreise bereitgestellt. Für den ersten Bauabschnitt und die Planung des Dorfgemeinschaftshauses in Berschweiler sind weitere 250.000 Euro eingeplant.
Die geplanten Maßnahmen zielen darauf ab, die Gebäude energetisch zu sanieren und für eine vielfältige Nutzung aufzubereiten. Ziel ist es, dass die Räumlichkeiten gleichermaßen für Sport, Vereinsarbeit und Veranstaltungen nutzbar sind.
Bürgermeister Volker Weber äußerte sich zu den Investitionsplänen: „Nicht nur für die Vereine nehmen wir in diesem Haushalt viel Geld in die Hand, sondern investieren auch in Bildung. Aufgrund der kurzfristig steigenden Schülerzahlen und der zu klein gewordenen Grundschule errichten wir in modularer Bauweise für über 2 Millionen eine Erweiterung für Klassensäle und Aufenthaltsräume in Marpingen.“ Weiterhin betont Weber die Bedeutung des Ausbaus der KiTa in Alsweiler, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch 50 neue Kindergartenplätze zu verbessern. Die Gesamtkosten für den Anbau am Kinderhaus in Alsweiler belaufen sich auf 5 Millionen Euro, wobei für dieses Jahr 500.000 Euro zur Finanzierung vorgesehen sind.
Des Weiteren werden 450.000 Euro für die Freiwillige Feuerwehr bereitgestellt, um zwei neue Fahrzeuge zu finanzieren sowie den Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Urexweiler zu planen. Marpingen investiert auch in die Aufwertung der Ortskerne, einschließlich des Ankaufs von Schlüsselgrundstücken und der Sanierung von Dorfbrunnen, historischen Gebäuden sowie Spielplätzen.
Zum Abschluss seiner Ausführungen betonte Weber die Gesamtinvestitionen: „Zusammen mit dem Abwasserwerk der Gemeinde Marpingen investiert die Gemeinde Marpingen in 2024 10 Millionen Euro in ihre Infrastruktur und in die Zukunft. Wir haben viele große Herausforderungen als Kommunen vor der Brust, aber Stillstand wäre nun das schlechteste was uns passieren könnte. Durch eine gute Zuschuss- und Förderpolitik des Landes gelingt es der Gemeinde Marpingen hier wichtige Weichen zu stellen, damit unsere Dörfer lebens- und liebenswerte Orte bleiben.“





