Fünf Fälle von Tularämie gemeldet: Experten raten zu Vorsichtsmaßnahmen

Im Saarland sind in diesem Jahr fünf Menschen mit der seltenen Hasenpest, auch als Tularämie bekannt, diagnostiziert worden. Gesundheitsminister Magnus Jung hebt hervor, dass insbesondere Risikogruppen wie Jäger, Forst- und Landarbeiter sowie Menschen, die viel in der Natur unterwegs sind, wachsam sein sollten, um eine Infektion zu vermeiden.

Die Übertragung der Tularämie erfolgt hauptsächlich durch den Kontakt mit infizierten Wildtieren wie Hasen, Kaninchen oder Mäusen, durch verunreinigtes Wasser oder unzureichend gegartes Fleisch. Auch Zecken- und Bremsenstiche sind potenzielle Überträger, was besonders in den Sommermonaten von Bedeutung ist. Bekanntlich gibt es meldepflichtige Infektionsfälle, doch Experten gehen von einer erheblich höheren Dunkelziffer unentdeckter Fälle aus.

Symptome treten meist plötzlich ein bis fünf Tage nach der Infektion auf, typischerweise mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Müdigkeit sowie Kopf- und Gliederschmerzen. Mögliche schwere Verläufe können Lungenentzündungen umfassen. Jäger und andere gefährdete Personen sollten bei unvermeidbarem Wildtierkontakt Schutzausrüstung wie Handschuhe, Atemmaske und Schutzbrille tragen, um ein Infektionsrisiko zu minimieren.

Die Behandlung infizierter Personen ist mit Antibiotika möglich und gelingt umso besser bei früher Erkennung. Bei Verdacht auf eine Infektion mit Tularämie ist dringend ein Arzt zu konsultieren.

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