Erste „Corona“-Ortsratssitzung in Eitzweiler

Der Eitzweiler Ortsrat kam auf Einladung von Ortsvorsteher Gerald Linn zum ersten Mal in Coranazeiten zu einer Sitzung zusammen, um ein umfangreiches Programm zu bewältigen. Die gültigen Hygienebestimmungen wurden eingehalten. Im Dorfgemeinschaftshaus ist genügend Platz, um die Tische in dem empfohlenen Mindestabstand anzuordnen. Zusätzlich haben die Ratsmitglieder beim Kommen und Gehen einen Mund-Nasen-Schutz getragen. 

Die Ratsmitglieder haben sich unter anderem mit dem schlechten Handy-Empfang beschäftigt. Vodafone beabsichtigt, eine Funkstation mit Anschluss an das öffentliche/private Versorgungsnetz für den Betrieb eines Telekommunikationsnetzes zu errichten. Der Ortsrat hat sich einstimmig auf einen Standort am Gemeindeweg Thalbachshübel verständigt. Versorgt werden können dort vermutlich neben Eitzweiler auch Asweiler, Wolfersweiler und Gimbweiler. „Ein guter Empfang im Dorf bedeutet weniger Strahlung“, so Ortsvorsteher Gerald Linn. Deshalb habe man das Vorhaben einstimmig befürwortet. Die Maßnahme könne nach Vertragsunterzeichnung beginnen.



Auf Einell sollen im bestehenden Windpark im Zuge eines Repower-Projektes zwei alte Anlagen vollständig zurückgebaut und durch eine neue Windkraftanlage (WKA) ersetzt werden. Der Standort befindet sich auf der Gemarkung Eitzweiler zwischen den Ortslagen Hahnweiler und Eitzweiler direkt neben einem Gemeindeweg. Die zurückzubauenden Anlagen vom Typ Südwind S70 wurden Ende 2000 beziehungsweise Mitte 2001 errichtet. Mit jeweils 1.500 kW elektrischer Nennleistung, einem Rotordurchmesser von 70 Metern und Nabenhöhen von 65 beziehungsweise 85 Metern entsprachen sie dem damaligen Stand der Technik. Seither wurden sowohl im Sondergebiet der Gemeinde Freisen, als auch auf der unmittelbar angrenzenden Gemarkung Hahnweiler insgesamt fünf weitere WKA unterschiedlicher Leistung und Größe aufgebaut. 

Die geplante neue WKA vom Typ Vestas V136 zeichnet sich durch eine elektrische Nennleistung von 3.450 kW (3,45 MW) aus. Stilllegung und Rückbau der alten Anlagen sowie die Errichtung der neuen WKA sind für das Jahr 2021 geplant. Das Vorhaben wird von der Windpark Saar GmbH & Co. Repower KG realisiert, die seit Langem in Freisen ansässig ist. Die zur Finanzierung erforderlichen Eigenmittel werden von einer dreistelligen Anzahl an Gesellschaftern aufgebracht, zu denen auch die Bürgerenergiegenossenschaft (BEG) St. Wendeler Land und die Gemeinde Freisen gehören.

Mit der neuen WKA soll langfristig mit zirka 10 Millionen Kilowattstunden pro Jahr mehr als doppelt so viel Strom erzeugt und in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden, wie mit den beiden alten Anlagen. Diese Strommenge entspricht dem Verbrauch von rund 3.000 Durchschnittshaushalten, gleichzeitig können etwa 5.400 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr vermieden werden.

Der neue Standort wurde nach Aussage des Geschäftsführers Thomas Nägler, der das Projekt ausführlich vorstellte, unter Berücksichtigung der Schall- und Schattenwurfimmissionsbelastungen, des Energieertrages, der Standsicherheit und der naturschutzrechtlichen Vorgaben festgelegt. Fragen des Natur- und Landschaftsschutzes sind umfassend in einem landschaftspflegerischen Begleitplan samt Fachgutachten untersucht worden. Der Eitzweiler Ortsrat hat dem Projekt seine Zustimmung erteilt. Der Gemeinderat Freisen hat mittlerweile ebenfalls zugestimmt.

Daneben hat sich der Rat für die Bestattungsform der Baumbestattung auf dem Eitzweiler Friedhof ausgesprochen. Die Gemeinde möchte der sich weiter ändernden Bestattungs- und Trauerkultur Rechnung tragen, so Ortsvorsteher Gerald Linn. Familiengrabstätten seien auslaufend, Einzelgrabstätten werden immer weniger nachgefragt. Rasengrabstätten und Urnenbestattung werden dagegen immer stärker in Anspruch genommen. 

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