„Empfänger unbekannt“ – SchülerInnen der Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle besuchen den saarländischen Landtag

Bildquelle: Jörg Friedrich
Bildquelle: Jörg Friedrich

Auf Einladung des Landtagspräsidenten Herrn Stephan Toscani und des Antisemitismusbeauftragten der saarländischen Landesregierung Herrn Prof. Dr. Roland Rixecker besuchten 21 Schülerinnen und Schüler der AG Begegnung und der Stolperstein AG  der GemS Nohfelden-Türkismühle den saarländischen Landtag und nahmen an einer Lesung aus dem Bestseller „Empfänger unbekannt“ der amerikanischen Autorin Kressmann Taylor teil.

Zunächst durften die SchülerInnen im Sitzungssaal des saarländischen Landtages Platz nehmen und bekamen die Sitzverteilung der aktuell im Landtag vertretenen Fraktionen, die Aufgaben des Parlaments sowie den Ablauf der Sitzungen erläutert.

Anschließend lasen Frau Ruth Boguslawski und Frau Eva Ohnesorg vom Theater im Viertel-Studiotheater (TiV) aus Saarbrücken aus dem Buch „Empfänger unbekannt“ vor.  Im Buch geht es um einen Briefwechsel zwischen den Freunden Max und Martin, die in Kalifornien zusammen eine Kunstgalerie betreiben. Martin kehrt 1932 nach Deutschland zurück und entscheidet sich für eine Karriere in der NSDAP. Er bricht deshalb seine Freundschaft zu Max ab, weil dieser Jude ist und verrät sogar Max Schwester an die Gestapo. Als Martin dies erfährt, rächt er sich auf wirkungsvolle Weise an Martin.

Der Briefwechsel wurde bereits 1938 publiziert. Er eignet sich aber noch heute sehr gut, um für rechtsextreme, antisemitische oder rassistische Aktivitäten sowie andere demokratie- und rechtsstaatsfeindliche Phänomene zu sensibilisieren. Nach der Lesung konnten die SchülerInnen noch mit Herrn Toscani, Herrn Rixecker und den beiden Akteurinnen über die Aktualität der Briefliteratur reden und diskutieren.

Mit der Einladung bedankten sich Herr Toscani und Herr Rixecker für das große Engagement der Schule im Bereich der Erinnerungsarbeit. Herr Toscani ermunterte die Schüler, sich weiter zu engagieren, da die Erinnerungsarbeit gerade in der heutigen Zeit eine hohe Aktualität besitze und für unsere Demokratie sehr wichtig sei.

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