Schüler*innen bezahlen Lehrer!

Die Klasse 6b der GemS Nohfelden-Türkismühle unterstützt ein Projekt in Kamerun

Seit mehr als 15 Jahren setzt sich die Gemeinschaftsschule Nohfelden-Türkismühle als Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage mit vielen Projekten für mehr Toleranz und Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft ein. Gerade in Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass junge Menschen vermittelt wird, wie wichtig eine solidarisch handelnde Gemeinschaft ist. Anlässlich der 15 Jahrfeier „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courge“ am 14.06.2021 haben sich erneut viele Klassen der Schule mit eigenen Projekten an diesem wichtigen Bildungsziel beteiligt. Die Klasse 6b hat sich im Rahmen dieser Aktion dafür entschieden, das Waisenhaus „A better world“ in Mbengwi, im Nordwesten Kameruns mit einer festen, monatlichen Spende zu unterstützen. Die Schüler*innen der Klasse spenden hierfür einen kleinen Betrag ihres Taschengeldes zwischen 0,50 Euro bis 2,00 Euro. Mit dem gesammelten Geld kann das Waisenhaus einen Lehrer für die Kinder bezahlen.

Das Projekt wurde von den beiden Tutoren der Klasse angeregt. Die Kinder beschäftigten sich zunächst im GW Unterricht mit Kamerun. Sie zeigten sich sehr betroffen über die Lebensverhältnisse der Menschen, vor allem der Kinder, die seit 2017 in den im Westen Kameruns wütenden Bürgerkrieg zwischen die Fronten geraten sind und so zu Waisen wurden/werden. Die Schüler*innen der 6b waren sich schnell einig, dass sie hier helfen wollen. Deshalb luden sie Jonas Morbe an die Schule ein, der nach seinem Freiwilligendienst in Mbengwi sich dazu entschloss, zusammen mit anderen Unterstützern im Jahr 2018 den gemeinnützigen Verein „ex animo“ zu gründen, um Projekte in Kamerun zu unterstützen. Jonas Morbe erzählte den Schüler*innen über die Lebensverhältnisse in Kamerun, stellte vor, was sein Verein bisher dort erreicht hat und erzählte, in was die monatliche Spende der Klasse investiert wird: „Wir möchten mit unserem Verein den Kindern ein besseres Leben und vor allem bessere Bildung ermöglichen, denn seit 2016 können die Kinder in und um Mbengwi wegen der bürgerkriegsartigen Zustände keine Schule mehr besuchen. Ein Sponsor aus Kamerun hat uns letztes Jahr in Mbengwi Räume für eine Schule zur Verfügung gestellt. Mit den Spenden an ex animo konnten die Räume hergerichtet und 6 Lehrer angestellt werden. Nun sollen noch Toilettenanlagen für die Schule gebaut werden. Um die Lehrer regelmäßig bezahlen zu können, werden 300 € im Monat benötigt. Eure Spende werden wir hierfür verwenden“, erläuterte Jonas Morbe bei seinem Besuch in der Klasse.

Die Klasse möchte neben dieser dauerhaften finanziellen Unterstützung auch mit der Schule in Kamerun einen (Brief-)Kontakt aufbauen und wenn möglich, auch über Skype mit den Kindern in Kontakt kommen. Außerdem haben Sie in der Schule eine Ausstellungstafel aufgestellt, mit der sie ihre Mitschüler*innen über das Projekt informieren. Weitere Infos zu dem Projekt hier.

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