Der Arbeitsmarkt im Oktober 2017 im Landkreis St. Wendel

  • Arbeitslosigkeit gegenüber Vorjahr deutlich gesunken
  • Niedrigste Oktoberarbeitslosigkeit seit 2000
  • Nachfrage nach neuen Mitarbeitern höher als vor einem Jahr

Im Landkreis St. Wendel hat sich die Zahl der Arbeitslosen gegenüber September geringfügig um 16 auf rund 1.580 erhöht. Das ist der niedrigste Arbeitslosenbestand in einem Oktober seit sieb-zehn Jahren. Gegenüber 2016 ist die Arbeitslosigkeit deutlich um 12,3 Prozent gesunken.

Mit einer Arbeitslosenquote von nur noch 3,3 Prozent (minus 0,5 Prozentpunkte zu Oktober 2016) hebt sich der Landkreis St. Wendel weiter deutlich von den übrigen Kreisen im Saarland ab.

Die Arbeitslosenquoten aller saarländischen Landkreise im Vergleich:

Landkreis St. Wendel:                              3,3 Prozent

Landkreis Merzig-Wadern:                      4,4 Prozent

Saarpfalz-Kreis:                                        4,8 Prozent

Landkreis Saarlouis:                                 4,8 Prozent

Landkreis Neunkirchen:                           6,9 Prozent

Regionalverband Saarbrücken:                9,3 Prozent

„Den zu Ende gegangenen Monat nennt der Volksmund je nach Wetterlage gern den goldenen Oktober. Für den Arbeitsmarkt trifft diese Beschreibung unabhängig von der Witterung zu. Der Oktober ist für uns traditionell kein schlechter Monat, aber die aktuelle Zahl liegt sogar noch unter den Werten der ohnehin schon guten Vorjahre“, erläutert Jürgen Haßdenteufel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Saarland, die aktuellen Arbeitsmarktzahlen. „Für den Kreis St. Wendel können wir sogar die niedrigste Arbeitslosenzahl in einem Oktober seit siebzehn Jahren verzeichnen“.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung

Bei der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im Oktober um 11 auf 690 gesunken und lag damit um 4,6 Prozent unter dem Vorjahreswert. Gegenüber dem Vorjahr ist bei den Männern ein Rückgang der Arbeitslosigkeit um 10,6 Prozent und bei den Frauen ein Anstieg um rund 3 Prozent zu verzeichnen. Bei der Arbeitsagentur waren noch knapp 80 junge Menschen unter 25 Jahren gemeldet, 13 weniger als 2016. Die Zahl der Arbeitslosen in der Altersgruppe 50Plus lag mit 326 auf Vorjahresniveau.

Hinweis: Beim Vergleich des Arbeitslosenbestandes mit dem Vorjahresmonat ist zu beachten, dass Menschen, die zeitgleich Arbeitslosengeld von Agentur und Jobcenter beziehen, seit Beginn dieses Jahres ausschließlich im Bereich der Arbeitslosenversicherung gezählt werden und nicht mehr im Bereich der Grundsicherung.

Entwicklung in der Grundsicherung für Arbeitslose

Die Arbeitslosigkeit im Zuständigkeitsbereich des Jobcenters ist im Oktober um 27 auf 894 Perso-nen gestiegen und lag deutlich unter dem Vorjahreswert (minus 190 oder 17,5 Prozent)*. Mehr als die Hälfte aller gemeldeten Arbeitslosen sind männlich (488). Bei den Frauen ist die Zahl gegen-über dem Vorjahr um 85, bei den Männern um 105 gesunken. „Jugendarbeitslosigkeit“ ist im Zu-ständigkeitsbereich des Jobcenter nicht mehr vorhanden. 36,4 Prozent der beim Jobcenter re-gistrierten Arbeitslosen sind  gleichzeitig auch langzeitarbeitslos, also bereits ein Jahr und länger registriert. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Rückgang der Langzeitarbeitslosigkeit um 41 Personen zu verzeichnen.

Hinweis: Beim Vergleich des Arbeitslosenbestandes mit dem Vorjahresmonat ist zu beachten, dass Menschen, die zeitgleich Arbeitslosengeld von Agentur und Jobcenter beziehen, seit Beginn dieses Jahres ausschließlich im Bereich der Arbeitslosenversicherung gezählt werden und nicht mehr im Bereich der Grundsicherung.

 

Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit)

Die Unterbeschäftigung lag im Bereich der Arbeitslosenversicherung im Oktober bei 900 Personen. Das waren 5,5 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Im Bereich der Grundsicherung für Arbeitsuchende lag die Unterbeschäftigung im Oktober bei 1.780 Personen (minus 6 Prozent zum Vorjahr).

In die Unterbeschäftigung werden neben den registrierten Arbeitslosen auch die Personen einbe-zogen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder aus anderen Gründen nicht als Arbeitslose gezählt werden.

Stellenmarkt

Insgesamt haben die Unternehmen im Landkreis St. Wendel der Arbeitsagentur im Oktober 150 offene Stellen zur Besetzung gemeldet. Seit Jahresbeginn ergeben sich damit 2.050 Stellenange-bote, das sind 560 oder 37,8 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Aktuell sind noch 730 Stellen offen, 70 mehr als im vor einem Jahr.

Besonders gesucht werden nah wie vor Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bereichen Verkehr, Logistik und Fahrzeugführung, Verkauf, Tourismus und Gastgewerbe sowie medizinische und Nichtmedizinische Gesundheitsberufen.

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