BIP sinkt erneut: Saarland verliert 460 Millionen Euro Wirtschaftsleistung

Die saarländische Wirtschaft ist im Jahr 2025 geschrumpft, während Deutschland insgesamt ein leichtes Wachstum verzeichnete. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Amtes Saarland sank das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) des kleinsten Flächenlandes um 0,9 Prozent. Im Bundesdurchschnitt wuchs die Wirtschaft hingegen um 0,2 Prozent. Damit belegt das Saarland erneut den letzten Platz unter allen Bundesländern.

Die Differenz von 1,1 Prozentpunkten zum Bundesschnitt bedeutet konkret einen Verlust von etwa 460 Millionen Euro an Wirtschaftsleistung, wie der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Dr. Christopher Salm, vorrechnet. „Das verdeutlicht, wie hart uns diese Negativentwicklung trifft“, betont er. Besonders stark betroffen ist das Produzierende Gewerbe, das im Saarland um 4,8 Prozent einbrach – bundesweit waren es nur 1,1 Prozent. Am härtesten traf es das Verarbeitende Gewerbe mit einem Minus von 6,5 Prozent, während der Rückgang deutschlandweit bei lediglich einem Prozent lag.

Auch der Dienstleistungssektor entwickelte sich schwächer als im Rest der Republik. Während die Dienstleistungsbereiche im Saarland um 0,5 Prozent zulegten, waren es bundesweit 0,6 Prozent. Im Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe fiel die Diskrepanz noch deutlicher aus: Einem minimalen Plus von 0,1 Prozent im Saarland stand ein Wachstum von 1,3 Prozent auf Bundesebene gegenüber. Salm macht die SPD-geführte Landesregierung für die Entwicklung verantwortlich und spricht von „jahrelanger wirtschaftspolitischer Fehlsteuerung“. Er verweist darauf, dass das Wirtschaftsministerium seit 14 Jahren in SPD-Hand liegt und Ministerpräsidentin Anke Rehlinger selbst mehr als acht Jahre lang Wirtschaftsministerin war. „Die SPD-Alleinregierung ist die erfolgloseste Landesregierung in der Geschichte unseres Landes“, kritisiert der CDU-Politiker. Er fordert einen Politikwechsel und verweist auf die Zeit Anfang der 2000er Jahre, als das Saarland unter CDU-Führung beim BIP regelmäßig über dem Bundesschnitt gelegen habe. Ab 2012 – mit der Übernahme des Wirtschaftsressorts durch die SPD – habe der „strukturelle Abstieg“ begonnen.

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