Ausfürliche Reisetipps unserer Redakteurin: XXL USA SPECIAL- VIVA LAS VEGAS

Ein helles, buntes Lichtermeer bei Nacht. Daueraction, Spontanhochzeiten und ein echtes Spielermekka. Eine skurrile und wahrhaftig „heiße“ Stadt mitten in der Wüste von Nevada. So kennt man sie, die Stadt der Sünde, Las Vegas.
Wenn ihr im Westen Amerikas unterwegs seid, dann steht Las Vegas natürlich ganz oben auf eurer To-Do-Liste. Diese lebendige und aufregende Stadt ist bestens geeignet um Abenteuerurlaub, Feiern und Shopping zu verbinden.

Ihr plant einen Trip in die „Sin City“? Dann könnten euch die folgenden, persönlichen Reisetipps bei eurer Urlaubsplanung gut weiterhelfen.

Übernachten:
Wer nicht so tief in die Tasche greifen möchte, kann sich ruhigen Gewissens für die kostengünstigere Unterkunftsvariante, wie etwa dem Hotel Excalibur entscheiden. Der 3- Sterne Komplex in mittelalterlicher Burgoptik ist mit seinen 4000 Zimmern, eines der größten und günstigsten Themenhotels in Las Vegas. Die Zimmer sind geräumig, sauber und ansehnlich. Das Hotel verfügt über eine schöne Poollandschaft und einen tollen Spa- Bereich. Das Gebäude selbst ist, wie jedes Hotel in Vegas, ein wahrer Rummelplatz. Viele Besucher und Spieler, laute Musik, die typischen, klingelnden Automatengeräusche und eine Menge leicht bekleidete Kellnerinnen und Croupiers. Aber genau das macht Las Vegas ja auch aus, denn hier ist immer was los.

 

Essen und Trinken:
Das „Frühstück“ kann man im Excalibur, wie in den USA oft üblich, zwar nicht vorab hinzubuchen, aber macht euch keine Gedanken, denn das Hotel hat einen schmeckenswerten Food Court. Im hauseigenen  Buffetrestaurant Excalibur Buffet gibt es zwar kein gewöhnliches Frühstück wie wir es in Deutschland kennen, aber beim „All you can eat and drink“- Brunch für circa 20$ gibt es auch schon in den frühen Morgenstunden ein XXL- Buffet. Angefangen bei den typischen amerikanischen Pancakes, über Omeletteeigenkreationen und Gerichte aus den verschiedensten Länderküchen, bis hin zu einem üppigen Dessertabschnitt, bekommt man wirklich einiges geboten. Geschmacklich ist manches Buffetessen nicht immer jedermanns Sache. Getränke wie Cola und Eistee sind, genau wie viele andere Süßspeisen, in den USA oftmals besonders stark gezuckert, jedoch verhungern wird hier sicherlich niemand. Wer es nicht ganz so üppig mag, kann sich auch einfach in einem Supermarkt einen kleinen Snack to go  mitnehmen.
Weitere Gaumenhighligts waren unter anderem das Hard Rock Café, die Bubba Gump Shrimp Company, das Restaurant Olives und das Eiffel Tower Restaurant.
Achtung, in Amerika ist es nicht erwünscht, einfach Platz zu nehmen. Wartet am Empfang auf die Hostess, die euch einen Platz zuweisen wird. Natürlich dürft ihr Sitzplatzwünsche äußern.
Die Hard Rock Cafés haben  fast immer das gleiche Essensangebot, von Burgern und Tacos über Wings und Salat, bis hin zum superleckeren Oreo-Cheesecake. Sehr zu empfehlen ist die Vorspeisenplatte Jumbo Combo für circa 20$, diese reicht für 2 Leute als Hauptgang allemal aus. Hier und in vielen weiteren Restaurants erhaltet ihr „FREE REFILLS“, das bedeutet ihr zahlt den Preis für ein antialkoholisches Getränk und könnt, so viel davon trinken wie ihr möchtet. Die rockig angehauchte Musik und die Ausstellung verschiedenster Starartikel verleiht dem Restaurant ein besonderes Flair. Es gibt auch einen Balkon mit Sitzgelegenheiten und direktem Blick auf den Strip.
Wer den Film Forrest Gump mag, wird sich hier richtig wohlfühlen: Die Bubba Gump Shrimp Company ist eine amerikanische Restaurantkette, die inspiriert durch den 1994 erschienenen Film „Forrest Gump“ entstanden ist. Die Bedienungen sind supernett und freundlich. Ziemlich witzig  sind die Schilder, die sich an jedem Tisch befinden. „Run, Forrest, Run“ steht auf dem blauen Schild. Wenn die Gäste etwas bestellen möchten, dann klappen sie das Schild um und geben der Bedienung mit dem roten Schild, auf dem „Stop Forrest Stop“ steht, das Zeichen, dass sie bereit  zum Bestellen sind. Ein wahres Muss für Meeresfrüchteliebhaber, aber auch die Burger und Sandwiches sind sehr lecker. Auch hier kann man draußen sitzen und den Blick auf die Hauptstraße von Las Vegas genießen.

Hotel Bellagio

Wenn ihr delikate Gerichte mit einer Aussicht auf die wunderschöne, musikalisch untermalte Wasserfontäneshow des Hotel Bellagio erleben möchtet, dann müsst ihr entweder ins Restaurant Olives, das zum Bellagio gehört  oder an einen der westlichen Tische im 11. Stock des gleichnamigen Restaurants im Eiffel Tower, neben dem Hotel Paris. Hier solltet ihr vorher unbedingt reservieren und natürlich müsst ihr hier tiefer in die Tasche greifen, weil ihr die Lage und den Blick natürlich mitbezahlt.

Darüber hinaus könnt ihr im Rainforest Café, im MGM Grand, amerikanisches und mexikanisch angehauchtes Essen in Dschungelatmosphäre zwischen Wasserfällen, Lianen und den verschiedensten „Tieren“ zu euch nehmen.
Wer auf Buffets steht, kann sich beispielsweise im Hotel Bellagio, beim Belaggio Buffet mit italienischer, chinesischer und mexikanischer Küche von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr abends für 16- 37$  vollmampfen.

Wenn ihr oft essen geht, könnte die „ VIP Dine 4 less“- Karte zum Preis von 14 € von Vorteil für euch sein. Hier können bis zu 4 Personen in 40 ausgewählten Restaurants  jedes Mal bis zu 25 Prozent Rabatt auf die Gesamtrechnung erhalten.
Wer es schlichter mag, kann sich auch einfach an einer der zahlreichen Fast-Food-Ketten in den Hotelmalls bedienen.
Worauf ihr in amerikanischen Restaurants immer achten solltet, ist es ausreichend Trinkgeld zu geben. Der Verdienst der Servicekräfte ist stark abhängig von den Trinkgeldern. Zehn Prozent Trinkgeld, sollten immer drin sein. Der „Tip“ richtet sich in der Regel nach dem Preis der Gesamtrechnung. Je teurer das Essen, desto höher das Trinkgeld. Hier kann das gerade noch so freundliche Lächeln, der netten Bedienung sehr schnell schwinden. Gerade noch aufmerksam und zuvorkommend und kurze Zeit später  distanziert und ungemütlich. Oftmals erhaltet ihr die Rechnung auch kurz nach dem Essen, ohne sie vorher verlangt zu haben, auch eine gängige und weit verbreitete Praxis in den USA, aber für uns Deutsche durchaus befremdlich, da man dadurch rasch das Gefühl bekommt nicht mehr willkommen zu sein.

Typische Sehenswürdigkeiten:

Die Hauptattraktionen sind natürlich die Hotels und Casinos, vor allem aber  das Innenleben dieser. Jede Unterkunft ist eine Kunstwelt für sich.
Im „Caesars Palace“ fühlt man sich in die römische Zeit zurückversetzt und kann sich in den „The Forum Shops“ shoppingtechnisch so richtig austoben, im „New York New York“ kann man durch die Straßen des Big Apple schlendern, in der Bar Coyote Ugly auf den Tischen tanzen und im Rollercoaster um das Hotel sausen. Im Hotel Luxor“ fühlt man sich wie in Ägypten und im „Venetian“ sollte man sich auf jeden fall auf eine venezianische Gondelfahrt mit Operngesang im Canale Grande unter täuschend echtem Kunsthimmel einlassen und den nachgebauten Markusplatz bestaunen.
Macht euch euer eigenes Bild und schaut selbst welches Resort eurer Lieblingshotel wird.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind die kostenlose, circa 20- minütige Outdoor-Show „Sirens of Ti“ des Treasure Island Hotel, die lichterüberzogene Freemont Street im alten Teil von Las Vegas und das berühmte Las Vegas Sign.

Entertainment:
Las Vegas ist die Stadt des Entertainments. Hier ist wirklich für jeden etwas dabei. Zu meinen Favoriten zählen unter anderem die Show „Piece of me“ von Britney Spears im Hotel Planet Hollywood und die Tanz-Show „One“, zu Ehren des King of Pop.

Wer Queen Britney schon zu Zeiten von „Baby one more time“ geliebt hat und ihr auch heute noch die Treue hält, wird hier eine Menge Spaß haben. Wildes Reiten auf einer XXL- Gitarre zu „I love Rock´n Roll“ oder Schweben im Engelsgewand mit riesigen Flügeln zu „Everytime“. Auch wenn sie nicht live singt, ist die gesamte Show wirklich super inszeniert und für echte Spears Fans ein absolutes Must-See.
Wirklich grandios ist die von den Artisten des „Cirque du soleil“ Unternehmens dargebotene Tanzshow zu Michael Jacksons Welthits. Die Darbietungen sind allesamt sehr packend und mitreißend gestaltet. Man bekommt richtig Lust zu tanzen und die berühmten Songs mitzusingen. Mein Höhepunkt war die Projektion von Michael Jacksons Person auf die Bühne. Der King sang und tanzte zusammen mit allen Tänzern und Tänzerinnen. Das war ein sehr besonderes Erlebnis, sehr zu empfehlen!
Darüber hinaus gibt es natürlich noch etliche weitere Vorführungen. Nicht nur Standard Vegas-Shows wie „Vegas“ und „Jubilee“ mit Showgirls, Tanz und Gesang, sondern auch viele weitere von den taltentierten Tänzern des Cirque du soleil durchgeführte Shows, über Stripeinlagen à la Magic Mike im Hard Rock Hotel, bis hin zu Auftritten namhafter Comedians, Sänger und Weltzauberer. Beispielsweise ist die Zaubershow von Magier- Urgestein David Copperfield definitiv einen Besuch wert. Hierfür, wie auch für viele, weitere Veranstaltungen gibt es kurzfristige Tickets an den mehrfach am Strip positionierten „tix4tonight“- Hütten oder auch online. Hier sind die Tickets um bis zu 50 Prozent günstiger.
Die berühmten Poolpartys, wie etwa bei der Wet Republic im MGM Grand, dem Beach Club des Hotel Encore , dem Marquee, Day and Night Club oder die größte Poolparty der Welt, im Hard Rock Hotel, sollte man auch mal erlebt haben. Im Rahmen solcher Feten oder auch regelmäßig an den Wochenenden treten Headliner DJ´s wie Calvin Harris, Martin Garrix, Steve Aoiki und viele mehr auf.
Für mich war der Auftritt von David Guetta im XS Nightclub im Hotel Encore der Hit schlechthin, für Frauen kosten die Tickets 30$, für Männer 50$. Hier feiert man in einem sehr überschaubaren, aber edlen Club mit Poolterasse, ein außergewöhnliches Feeling.
In Vegas gibt es viele spektakuläre Clubs, wie zum Beispiel: dem Hakkasan Nightclub des MGM Grand, der tagsüber ein Restaurant ist und abends zur Partymeile umfunktioniert wird. Im asiatisch angehauchten Tao Nightclub des Venetian Hotels, in dessen Eingangsflur ihr von Models begrüßt werdet, die sich in Badewannen mit Rosenblättern räkeln ist der Inhaber kein geringerer als Rapper-Snoop Dogg. Der größte Nightclub in Vegas, ist der spektaküläre  Omnia Nightclub des Caesars Palace.
Wichtig ist es, dass ihr euren Ausweis nicht vergisst und etwas besser gekleidet seid. Dies zusammen mit dem Mindestalter von 21 Jahren bildet die Grundvoraussetzung um in den USA überhaupt Alkohol trinken zu dürfen und Einlass in Clubs oder Bars zu erhalten. Diese Vorschriften werden in Vegas in der Regel sehr streng gehandhabt.

Wenn ihr mal eine richtige Adrenalinspritze wollt, dann macht eine Fahrt in schwindelerregender Höhe mit der X-Scream, dem Big Shot oder der Insanity. Diese Fahrgeschäfte sind allesamt Teil des 350 Meter hohen Stratosphere Tower Hotels. Nervenkitzel garantiert!

Das faszinierende und wunderschöne Panorama des herrlich bunten Lichtermeeres von Las Vegas  könnt ihr bei einem nächtlichen Helikopterflug genießen (Dauer ca. 15 Minuten,z.B. Firma Maverick), ein unvergessliches Erlebnis.

Ausflüge:
Wenn ihr euch für die etwa 450 Kilometer lange imposante Schlucht des Grand Canyon Nationalparks interessiert, dann wird euch ein Trip nach Arizona sicherlich gefallen. Dieses Naturwunder zu bestaunen ist wirklich etwas ganz Besonderes. Hier kann man die unglaublichen Weiten und beeindruckenden Ausmaße dieses Landschaftsphänomens bewundern. Touren und Helikopterflüge in diesem Gebiet werden in Las Vegas zu Genüge angeboten und sind sehr beliebt.

Falls ihr euch doch eher für die Hochburg der Filmemacher, Schauspieler und Sänger interessiert, dann wäre ein Tagesausflug in einer Kleingruppe nach Los Angeles genau das richtige für euch. L.A. im Schnelldurchlauf beginnt bereits in den frühen Morgenstunden mit einer Abholung vom Hotel. Nach circa 5 Stunden erreicht ihr Los Angeles. Dort angekommen habt ihr etwas  Zeit um Santa Monica zu erkunden, danach geht es zum Mittagessen  in das populäre Restaurant The Cheesecake Factory in Beverly Hills. Anschließend könnt ihr  in Hollywood über den Walk of fame bummeln. Der Abschluss bevor es wieder zurück nach Vegas geht, findet in den Hollywood Hills statt. Ihr werdet hier an einen schönen Aussichtspunkt gebracht, an dem ihr sowohl den bekannten Hollywoodschriftzug, als auch den Blick über die Skyline der Stadt der Engel, betrachten könnt (zum Beispiel bei viatorcom.de).

Shopping:
Wer leidenschaftlich shoppt ist in Las Vegas an der richtigen Adresse. Powershoppen kann man sehr gut im Las Vegas North Premium Outlet. Von Micheal Kors, über Tommy Hilfiger und Nike, bis hin zu Guess und Fossil. Wenn man zu bestimmten Zeiten, wie beispielsweise aktuell über daslabor day weekendAnfang September vor Ort ist, dann kann man nochmals jede Menge Rabatte zuzüglich zu den bereits günstigeren Outletpreisen ergattern. Da ist es nicht unüblich, dass man eine Fossiltasche, die normalerweise weit über 100$ gekostet hätte, für 25$ bekommt.
Die Miracle Mile Shops im Planet Hollywood Hotel sind gerade für jüngeres Publikum sehr interessant und themenmäßig breit gefächert. Vor allem sind die Preise im Gegensatz zu den Edelboutiquen der Forum Shops sehr human.

Fazit:
Eines ist jedenfalls zweifelsfrei festzustellen Las Vegas ist einzigartig und hier wird es niemals langweilig, das ist aber auch nicht jedermanns Sache. Den Erholungsurlaub sollte man dann doch besser an einem anderen Ort verbringen. Auch wenn mich das Zockerfeeling nicht gepackt hat, werde ich immer wieder gerne in diese vielfältige, bunte und verrückte Stadt zurückkehren.
„VIVA LAS VEGAS“!

Viel Spaß bei eurer Reise in die „City of Lights“!

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