Der EDA Entwicklungsdienst Deutscher Augenoptiker hatte eingeladen und fünf „helfende“ Optiker waren vom 08. bis 10.04.2022 nach Oberkirchen ins Saarland gekommen, um sich von EDA-Optiker Konrad Enzel (Heilbronn) für die bevorstehende Kasachstan-Reise wertvolle Informationen einzuholen.
Aus dem entfernten Gütersloh waren Anne und Paul Lohrer angereist, aus Lahntal bei Gießen hatten sich Birgit und Wilfried Klee auf die Reise gemacht und in Bad Bergzabern war Christine Seibold frühmorgens aufgebrochen, um zum EDA-Schulungs-Team in Oberkirchen zu stoßen.
Ziel der EDA-Schulung war, die fünf „helfenden“ Optiker, die erneut im Mai 2022 zu einer weiteren Kasachstan-Reise aufbrechen werden, auf einfache technische Möglichkeiten hinzuweisen, um in armen Ländern mit typischen Schwierigkeiten vor Ort (z.B. Stromschwankungen) besser klar zu kommen. EDA-Optiker Konrad Enzel konnte am Ende auf eine sehr gelungene Schulung mit bis zur letzten Minute interessierten Zuhörern verweisen und hat weitere Schulungen im Saarland angekündigt.
Die optimalen Rahmen-Bedingungen für solche sinnvollen Kooperationen hatte der Freisener Bürgermeister Karl-Josef Scheer schon vor Jahren geschaffen, indem er den Heimat- und Verkehrsverein WEISELBERG e.V. in Zusammenarbeit mit der Gudd-Zweck UG nicht nur bei der Organisation und Realisation des ehrenamtlichen Café Edelstein unterstützt hatte, sondern auch der saarländischen Hilfs-Aktion www.BRILLEN-ohne-GRENZEN.de mit der Gudd-Zweck-Brillenverwertungsstelle-Oberkirchen ein weiteres Standbein im Saarland ermöglicht hatte – ebenfalls in Räumlichkeiten der „Alten Schule“. Und so war es Bürgermeister Karl-Josef Scheer und auch dem neuen Ortsvorsteher von Oberkirchen, Bernd Kreutz, eine große Freude, das EDA-Schulungs-Team aus ganz Deutschland in Oberkirchen persönlich begrüßen zu können.
Auch vom Team www.BRILLEN-ohne-GRENZEN.de hatten sich viele engagierte Helfer eingefunden, um die EDA-Besucher aus ganz Deutschland willkommen zu heißen.
Felix Heuel (pensionierter Augenoptiker und ehrenamtlicher Helfer in der WIAF-Brillenverwertungsstelle St. Wendel), Erwin Raddatz (1. Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsverein WEISELERG mit Café Edelstein), Günhild Altenhofer (ehrenamtliche Helferin in der Gudd-Zweck-Brillenverwertungsstelle-Oberkirchen), Mary Raddatz ( Heimat- und Verkehrsverein WEISELERG mit Café Edelstein), Beate Klos (ehrenamtliche Helferin in der Gudd-Zweck-Brillenverwertungsstelle-Oberkirchen) und Michaela Roos (Gudd-Zweck UG) machten durch ihre Anwesenheit deutlich, wie wichtig die sinnvolle Zusammenarbeit mit dem EDA Entwicklungsdienst Deutscher Augenoptiker ist. Man ergänzt sich perfekt mit den jeweiligen Möglichkeiten, armen sehbehinderten Menschen weltweit zu helfen.
- Säule = „DIREKT-HILFE“
Gebrauchte Brillen sammeln, reinigen, vermessen, sortieren und an Brennpunkte in aller Welt unkompliziert mit kleinen Paketen unter 5 kg schnell versenden – dazu bedarf es vor Ort in den armen Ländern keiner Investitionen in Räumlichkeiten, Personal usw.
Es genügen zuverlässige Kontakte zu Sozialstationen, zu NGOs, zu kirchlichen Stellen, zu etablierten gemeinnützigen Vereinen mit langjährigen nachhaltigen Aktivitäten, die dann die erhaltenen Brillen an die Hilfsbedürftigen und sehbehinderten Menschen verteilen.
Dies ist der Schwerpunkt der Tätigkeiten von www.BRILLEN-ohne-GRENZEN.de.2. Säule = „HILFE-zur-SELBSTHILFE“
Aufbau kleiner EDA-Optiker-Werkstätten (wie z.B. in Manila)in armen Ländern/Gebieten der Welt, sodass dort vor Ort genau passende Brillen aus gespendeten „Fassungen ohne Gläser“ mit angepassten und eingebauten Gläsern hergestellt und verkauft werden können und sich die Menschen damit auch selbst „ernähren“ können.
Dazu müssen vor Ort „zuverlässige & nachhaltige Strukturen“ vorhanden sein oder aufgebaut werden, wie dies z.B. unsere Kooperationspartner, die EDA-Optiker, bei Ihren Projekten in armen Ländern machen.

v.l.n.r.: Felix Heuel (pensionierter Augenoptiker und ehrenamtlicher Helfer in der WIAF-Brillenverwertungsstelle St. Wendel), Erwin Raddatz (1. Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsverein WEISELERG mit Café Edelstein), Günhild Altenhofer (ehrenamtliche Helferin in der Gudd-Zweck-Brillenverwertungsstelle-Oberkirchen), Mary Raddatz ( Heimat- und Verkehrsverein WEISELERG mit Café Edelstein), Beate Klos (ehrenamtliche Helferin in der Gudd-Zweck-Brillenverwertungsstelle-Oberkirchen), Michaela Roos (Gudd-Zweck UG), Karl-Josef Scheer (Bürgermeister der Gemeinde Freisen), Bernd Jürgen Kreutz (Ortsvorsteher von Oberkirchen), Paul Lohrer (Gütersloh), Wilfried Klee (Lahntal bei Gießen), EDA-Optiker Konrad Enzel (Heilbronn), Birgit Klee (Lahntal bei Gießen), Christine Seibold (Bad Bergzabern), Anna Lohrer (Gütersloh).

Neben den fachlichen Unterrichtungen durch den EDA Entwicklungsdienst Deutscher Augenoptiker dürfen bei www.BRILLEN-ohne-GRENZEN.de in Oberkirchen/Ostertal/Saarland natürlich auch nicht die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den „Einheimischen“ und den „Gästen“ zu kurz kommen.
Im legendären ehrenamtlichen Café Edelstein des Heimat- und Verkehrsverein WEISELBERG e.V., das direkt neben der sog. Gudd-Zweck-Brillenverwertungsstelle-Oberkirchen mit integrierter EDA-Optiker-Ausbildungswerkstatt liegt, konnte man sich daher gemütlich zum Frühstücken treffen und abends gemeinsam bei einem guten Glas Wein vom OBERKIRCHER WEISELBERG über die vielfältigen Hilfs-Projekte nachdenken und philosophieren. So macht es allen Beteiligten auch Spaß, den „helfenden“ Zeit-Einsatz mit Freude & Erfüllung zu erbringen.

Wichtig ist vor allem zu wissen, dass es in armen Ländern oft Stromschwankungen gibt und die gesamten Umstände oft nicht geeignet sind für hochwertiges technisches Gerät, wie wir es in Deutschland im Jahre 2022 im Einsatz haben. Die Geräte (auf dem Foto arbeitet EDA-Optiker Konrad Enzel an einem älteren Modell eines Scheitelbrechwertmesser) und Werkzeuge, die in armen Ländern möglichst dauerhaft und zuverlässig gebraucht werden, müssen daher robuster und einfacher sein und vor allem auch Stromschwankungen aushalten. Oft sind ältere Systeme hier besser geeignet und der EDA entwickelt auch eigene bezahlbare Systeme speziell für arme Länder, wie z.B. das sog. RAPID-SYSTEM.
Weitere Informationen und Bilder zu diesem wunderbaren Besuch mit Schulung der EDA-Optiker finden Sie hier:
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Bild-Rechte: Michael Roos (Gudd-Zweck UG)





