Während bundesweit laut Ausländerzentralregister über 930.000 ausländische Staatsangehörige mit abgelehntem Asylantrag in Deutschland leben, stellt sich die Lage im Landkreis St. Wendel überschaubarer dar. Wie der Landkreis auf Anfrage von wndn.de mitteilte, beziehen aktuell exakt 400 Personen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz – darunter Erwachsene wie Kinder.
Von diesen 400 Menschen haben 81 Personen einen abgelehnten Asylantrag, verfügen jedoch über eine sogenannte Duldung. Diese wird von der Ausländerbehörde des Landes ausgestellt, wenn ein Abschiebehindernis besteht – etwa wegen fehlender Reisedokumente oder der Situation im Herkunftsland.
Bei den Geduldeten im Landkreis handelt es sich laut Kreisverwaltung fast ausschließlich um Menschen aus Syrien. Rund die Hälfte der 81 Personen ist minderjährig.
Zum Vergleich: Bundesweit waren laut Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD im Oktober 2025 rund 934.553 Menschen mit abgelehntem Asylantrag registriert. Die häufigsten Herkunftsländer sind Afghanistan (153.550), die Türkei (93.762) und der Kosovo (68.261).



