Ottweiler Klinik soll schließen – Marienkrankenhaus profitiert möglicherweise

Foto: Marienkrankenhaus St. Wendel

Wie der Saarländische Rundfunk berichtet, wird das Angebot am St. Wendeler Marienkrankenhaus ausgeweitet. Demnach soll das Krankenhaus in Ottweiler schließen und dessen Stationen Kardiologie, Gefäß-Chirurgie, Orthopädie und Unfall-Chirurgie nach St. Wendel verlegt werden. Derzeit wird ein Konzept erarbeitet, wie das genau aussehen soll.

Die 365 Mitarbeiter der Ottweiler Klinik sollen dann ab Ende 2021 in St. Wendel arbeiten.

Mit Unverständnis hingegen hat die saarländische Gesundheitsministerin Monika Bachmann auf die Erklärung der Führung des Marienhauskrankenhaus St. Wendel reagiert, wonach die Schließung des Standortes Ottweiler weder bestätigt, noch dementiert werde.

„Diese Aussage von den Verantwortlichen ist nicht akzeptabel, denn sie hinterlässt mehr Fragen, als sie Antworten gibt. Ich erwarte in den nächsten Tagen eine klare und deutliche Erklärung des verantwortlichen Klinikträgers, wie es mit dem Standort Ottweiler weitergehen soll“, so Bachmann.

Dem Gesundheitsministerium als Krankenhausplanungsbehörde liegen keine Erkenntnisse vor, wonach eine Schließung bevorstehe. Zwar habe man zur Kenntnis genommen, dass der Träger keine Investitionsmittel für Ottweiler beantragt habe, man habe aber auch keine Investitionsmittel für eine Verlagerung des medizinischen Angebotes nach St. Wendel beantragt. Hier ist der Träger in der Pflicht, endlich Klartext zu reden, wie er sich das medizinische Konzept vorstellt, wie der Zeitplan aussieht und was das für die Mitarbeiter bedeute.

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