Wäre an diesem Sonntag Landtagswahl im Saarland, würde die SPD erneut als stärkste Kraft aus der Abstimmung hervorgehen. Das zeigt der aktuelle „Saarlandtrend“ von Infratest dimap im Auftrag des Saarländischen Rundfunks. Demnach käme die Partei von Ministerpräsidentin Anke Rehlinger auf 27 Prozent. Die CDU läge mit 25 Prozent knapp dahinter, gefolgt von der AfD mit 23 Prozent.
Grüne und Linke würden laut Umfrage mit jeweils sieben Prozent der Stimmen wieder in den Landtag einziehen. Die Landtagswahl ist für das Frühjahr 2027 angesetzt.
CDU-Generalsekretär Frank Wagner zeigte sich mit den aktuellen Zahlen unzufrieden, betonte jedoch: „Wir sind in Schlagdistanz zur SPD und gehen hochmotiviert weiter in den Wettbewerb um die besseren Ideen für das Saarland.“ Die Schwäche der Union sei vor allem durch Entwicklungen auf Bundesebene bedingt, so Wagner. Die Große Koalition im Saarland setze aus seiner Sicht nicht das um, was versprochen wurde. Besonders besorgt zeigte sich Wagner über die hohen Zustimmungswerte der AfD: „Unsere Aufgabe als CDU ist es, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.“
SPD-Generalsekretär Esra Limbacher verweist auf die schwierige wirtschaftliche Lage im Bund, die auch das Stimmungsbild im Saarland beeinflusse. Zugleich hob er hervor, dass die SPD im Saarland trotz allem stärkste Kraft bleibe und Ministerpräsidentin Rehlinger laut Direktwahlfrage deutlich vorne liege. „Wir werden 2027 alles dafür tun, dass das Saarland Chefinnensache bleibt“, so Limbacher. Die Umfragewerte der AfD sieht auch die SPD mit Sorge.
Beide Parteien betonen, auf die Sorgen der Menschen im Land eingehen zu wollen und Lösungen für die Herausforderungen der kommenden Jahre zu entwickeln.




