Das Saarland führt seine jährliche Kampagne zur Sensibilisierung für Demenzerkrankungen fort. An verschiedenen öffentlichen Plätzen im ganzen Bundesland werden insgesamt 7.000 Vergissmeinnicht-Pflanzen gesetzt. Die blauen Blumen dienen als Symbol für die Erinnerung an Menschen mit Demenz und die gesellschaftliche Verantwortung im Umgang mit der Erkrankung.
Die Initiative findet bereits zum achten Mal statt und wird vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit gemeinsam mit der Landesfachstelle Demenz und den Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz in den Landkreisen durchgeführt. „Eine Demenzerkrankung verändert das Leben vieler Menschen. Als Landesregierung setzen wir uns dafür ein, dass Erkrankte, ihre Familien und Ehrenamtliche die benötigte Unterstützung erhalten. Mit dieser Aktion möchten wir auf die besonderen Herausforderungen aufmerksam machen, die Demenz mit sich bringt“, erklärte Gesundheitsminister Jung bei der Vorstellung der Kampagne.
Im Saarland leben derzeit etwa 25.000 Menschen über 65 Jahre mit einer Demenzdiagnose. Dies entspricht fast zehn Prozent der saarländischen Bevölkerung in dieser Altersgruppe. Die Erkrankung wirkt sich nicht nur auf die Betroffenen aus, sondern stellt auch für Angehörige, Freunde und ehrenamtliche Helfer eine erhebliche Belastung dar. Trotz der hohen Zahl an Betroffenen bleiben viele verfügbare Hilfsangebote in der Öffentlichkeit unbekannt.
Zum vierten Mal nacheinander wurde die Kampagne auch in den Landtag getragen. Alle Abgeordneten erhielten getopfte Vergissmeinnicht-Pflanzen sowie Lesezeichen mit der Aufschrift „Erinnerungen säen, damit sie nicht verblühen“. An den Lesezeichen sind kleine Samenanhänger befestigt, mit denen die Politiker selbst Vergissmeinnicht aussäen können. Die Parlamentarier sollen als Multiplikatoren fungieren und in ihren Wahlkreisen über bestehende Unterstützungsangebote für Demenzerkrankte und deren Angehörige informieren.



