Kreisverband kritisiert Landkreis St. Wendel für negative ÖPNV-Haltung

Die St. Wendeler Grünen üben scharfe Kritik an der Positionierung des Landkreises zum öffentlichen Nahverkehr. Anlass ist eine Stellungnahme in der Saarbrücker Zeitung, in der die Kreisverwaltung die Konkurrenzfähigkeit von Bussen gegenüber dem Auto anzweifelte. „Dass der ÖPNV in Bezug auf Reisezeiten eine Alternative zum Individualverkehr darstellen kann, ist kaum vermittelbar“, hatte der Landkreis erklärt.

„Die Aussage des Landkreises ist nicht nur falsch, sondern auch ein Rückschritt in der Verkehrswende“, betont Sören Bund-Becker, Sprecher der örtlichen Grünen. Er sieht den Landkreis als zuständigen Aufgabenträger in der Pflicht, moderne Mobilitätslösungen zu entwickeln. Konkret schlägt Bund-Becker digitale Rufbusse und Ridepooling-Angebote vor, die Fahrgäste flexibel und ohne feste Fahrpläne befördern könnten. Besonders das bestehende flitsaar-System solle ausgebaut und besser vernetzt werden.

Die Grünen bemängeln die aktuelle Situation im Kreisgebiet: Zu seltene Busverbindungen, zeitraubende Umstiege und fehlende Direktverbindungen würden Pendler abschrecken. „Wer den ÖPNV stärken will, muss in dichtere Takte, bessere Infrastruktur und digitale Buchungssysteme investieren“, fordert Bund-Becker. Die technischen Möglichkeiten seien vorhanden – nur der politische Wille fehle.

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