Die Freiwillige Feuerwehr Mosberg-Richweiler steht vor erheblichen personellen Herausforderungen. Bei der jährlichen Feuerwehrversammlung am 7. März 2026 zeichnete Oberbrandmeister David Werle ein besorgniserregendes Bild der aktuellen Lage. Der Löschbezirk kann derzeit nur noch auf 15 aktive Einsatzkräfte zurückgreifen. Besonders alarmierend: Die Jugendfeuerwehr existiert faktisch nicht mehr, da sich kein einziges Kind mehr in der Nachwuchsgruppe engagiert. Die Altersabteilung zählt zehn Mitglieder.
Trotz verschiedener Werbemaßnahmen blieben Bemühungen zur Mitgliedergewinnung bisher ohne Erfolg. Als Konsequenz aus der angespannten Personalsituation arbeitet der Löschbezirk Mosberg-Richweiler nun eng mit den Kollegen aus Wolfersweiler zusammen. Bei allen Einsätzen im Ortsteil werden die Wolfersweiler Kameraden automatisch mitalarmiert. Diese Unterstützung war im vergangenen Jahr bei drei Einsätzen erforderlich. Insgesamt rückte die Wehr 13-mal aus – dreimal im eigenen Ortsteil und zehnmal zur überörtlichen Hilfe.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen würdigte Kreisbrandinspekteur Dirk Schäfer das langjährige Engagement mehrerer Feuerwehrangehöriger. Im Auftrag des Saarlandes zeichnete er Feuerwehrmann Frank Schmitt und Hauptfeuerwehrmann Torsten Stephen mit dem Bronzenen Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande für 25 Jahre treuen Dienst aus. Hauptfeuerwehrmann Armin Benz erhielt für 35-jährige Dienstzeit das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande. Der Löschbezirk selbst ehrte Werner Decker für 45 Jahre und Eckhard Judenhuth für ihre langjährige Zugehörigkeit mit einem Präsent. Bürgermeister Andreas Veit nutzte die Versammlung außerdem, um Philipp Erfort zum Oberlöschmeister zu befördern.



