Peter Klär lobt Ehrenamt und stellt Zukunftsprojekte vor: St. Wendel startet mit großen Plänen ins neue Jahr

Foto: Kreisstadt St. Wendel / Josef Bonenberger

Mehr als 800 Besucher kamen zum traditionellen Neujahrsempfang der Kreisstadt St. Wendel in den Saalbau. Bürgermeister Peter Klär nutzte die Veranstaltung, um Bilanz des vergangenen Jahres zu ziehen und die Weichen für 2026 zu stellen. Mit einem Haushaltsvolumen von über 90 Millionen Euro konnte die Stadt 2025 zahlreiche Vorhaben umsetzen.

Der Rathauschef würdigte besonders das ehrenamtliche Engagement der Bürger. Als Beispiele nannte er das Juventas-Haus in Hoof und die Dorfgemeinschaft in Remmesweiler. „Immer im Mittelpunkt stehen Sie, unsere Bürgerinnen und Bürger. Sie alle, die Sie – oft auch spontan und immer freiwillig – so viel für Ihre Stadt tun“, sagte Klär. Dieses generationenübergreifende Miteinander präge St. Wendel maßgeblich.

Für das laufende Jahr kündigte der Bürgermeister mehrere Großveranstaltungen an. Neben den etablierten Themen-Märkten werden der Nationen-Cup der Supermoto-Weltmeisterschaft, der Globus-Marathon und die Special Olympics Deutschland Besucher anlocken. Ein besonderer Höhepunkt wird die 100-Jahr-Feier des städtischen Freibades. Über 500.000 Gäste besuchen jährlich die Premium-Veranstaltungen der Stadt. „Das ist unser Ziel: Leben in die Stadt bringen und zugleich die lokale Wirtschaft stärken“, erklärte Klär.

Die wirtschaftliche Bedeutung St. Wendels untermauerte der Verwaltungschef mit Zahlen: 15.000 Arbeitsplätze, ein Kaufkraftpotenzial von 181 Millionen Euro und touristische Einnahmen von 27 Millionen Euro belegen die Stellung als regionaler Wirtschaftsstandort.

In Umweltfragen verwies Klär auf die nachhaltige Kreislaufwirtschaft der Stadt. Über 70.000 Kunden nutzten 2024 den Wertstoffhof. „Was im Wertstoffhof ankommt, liegt nicht im Wald“, stellte er fest. Das Baumförderprogramm „St. Wendel wird grün – Bäume für die Zukunft“ werde aufgrund der hohen Nachfrage fortgesetzt. Bei der Flächennutzung achte man auf ökologische Aspekte, jedoch mit Augenmaß: „Es muss ja auch tatsächlich für die Bürgerinnen und Bürger machbar sein.“

Konkrete Bauprojekte für 2026 umfassen die Fertigstellung des Kulturzentrums Winterbach, die Eröffnung des 18.000 Quadratmeter großen Gewerbegebiets Hottenwald II in Bliesen und den Baubeginn einer neuen Dreifeldsporthalle. Die Parkstraße soll fertiggestellt werden, zudem stehen Investitionen in Grundschulen an. „Die Jahnstraße wird ebenfalls in Form eines Verkehrskreisels ertüchtigt und die Bahnhofstraße geht in die nächste Planungsstufe“, kündigte Klär an.

Trotz Sondermitteln bleibe die Finanzlage angespannt. Private Investoren seien daher unverzichtbare Partner. „Sie sind für uns unverzichtbar, indem sie z. B. Bebauungspläne umsetzen und Wohnraum schaffen“, betonte der Bürgermeister. Als wichtige Privatprojekte nannte er das Green-Living-Vorhaben auf dem Missionshaus-Areal und die Erweiterung des HIL-Werkes. Auch die geplante Erweiterung des Marienkrankenhauses unterstütze die Stadt ausdrücklich.

Für die Innenstadt sieht Klär großes Potenzial. Die Wiederbelebung der Dom-Galerie, das Projekt „Erste Studentenstadt ohne Hochschule“, ein aktives Citymanagement und das neue Bürgerlabor sollen den Wandel vorantreiben.

Das Unterhaltungsprogramm gestalteten Moderator Michael Ewig, über 100 Schüler der Nikolaus-Obertreis-Grundschule sowie die Musicalschule „Stage“. Die SaarLandFrauen St. Wendel sorgten für die Bewirtung.

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