Haushaltsausschuss bewilligt 960 Millionen Euro: KNDS Freisen baut künftig Patria-Panzer

Foto: Patria Panzer

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat grünes Licht für einen bedeutenden Rüstungsauftrag gegeben. Wie die saarländische Staatskanzlei mitteilte, werden künftig Transportpanzer des Typs 6×6 vom finnischen Hersteller Patria im KNDS-Werk in Freisen gefertigt. Die am Mittwoch beschlossene erste Bestellung markiert den Startschuss für das Großprojekt.

Nach Informationen des Saarländischen Rundfunks, dem eine entsprechende Beschlussvorlage vorliegt, beläuft sich das Auftragsvolumen auf 960 Millionen Euro für bis zu 296 Fahrzeuge. Die Finanzierung erfolgt aus dem Sondervermögen der Bundeswehr. Während Patria als Hauptauftragnehmer fungiert, übernehmen KNDS in Freisen und die Flensburger Fahrzeug GmbH zentrale Rollen bei der Umsetzung. Die neuen Transportpanzer werden die mehr als 30 verschiedenen Varianten des bisherigen Fuchs-Panzers von Rheinmetall ablösen und deren Zahl auf etwa 20 Versionen verringern.

Die Produktion in Freisen könnte bereits 2027 anlaufen. Derzeit beschäftigt das Werk rund 700 Mitarbeiter mit der Instandsetzung und Umrüstung von Militärfahrzeugen. Für die neue Fertigung plant KNDS erhebliche Investitionen in Infrastruktur und Personal. Nach Angaben der Staatskanzlei entstehen voraussichtlich 500 zusätzliche Arbeitsplätze.

Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) bezeichnete die Entscheidung als „Riesenerfolg für das Saarland“. Das Land leiste damit einen Beitrag zur Sicherheit Deutschlands und Europas und nutze gleichzeitig die wirtschaftlichen Chancen, so Rehlinger. Der saarländische CDU-Bundestagsabgeordnete Philip Hoffmann betonte, dass die Maßnahme sowohl die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr stärke als auch neue Perspektiven für den Industriestandort Freisen schaffe. Landrat Udo Recktenwald (CDU) aus St. Wendel sieht in dem Auftrag eine wichtige Ergänzung zum mittelständischen Rückgrat der Region. Die Entwicklung eines starken industriellen Kerns sei bedeutsam für einen erfolgreichen Strukturwandel, erklärte er. Der Landkreis werde das Vorhaben mit seiner Wirtschaftsförderung begleiten.

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