Die veränderte weltweite Sicherheitslage führt zu erheblichen Investitionen in der Rüstungsbranche – auch im Saarland. Beim ersten Sicherheitsforum des Landes in Saarbrücken wurde deutlich: Unternehmen wie Diehl Defence in Nonnweiler erleben ein starkes Wachstum. Der Munitionshersteller plant eine umfangreiche Standorterweiterung und stellt vermehrt Personal ein, wie der Saarländische Rundfunk berichtete.
Aktuell beschäftigt Diehl Defence am Standort Nonnweiler rund 750 Mitarbeitende – ein Anstieg von 20 Prozent allein in diesem Jahr. „Wir werden nochmal kräftig wachsen“, erklärte Standortleiter Ralf Schlaak. Vor zwei Jahren habe man die Entwicklung noch anders eingeschätzt, doch mittlerweile sehe man „nach oben hin ganz wenige Grenzen“. Diehl bietet den Mitarbeitenden zudem eine zehnjährige Jobgarantie. Auch die Zahl der Ausbildungsplätze soll mittelfristig auf etwa 70 verdoppelt werden.
Über 200 Millionen Euro investiert das Unternehmen derzeit in den Bau von 20 neuen Gebäuden in Nonnweiler. Laut Schlaak seien die Auftragsbücher voll, weshalb verstärkt auch regionale Zulieferer eingebunden würden. „Wir werden weit über 100 Millionen Euro im Saarland umsetzen“, kündigte er an.
Das Thema Sicherheit wurde beim Sicherheitsforum nicht nur aus militärischer Perspektive betrachtet. Auch die digitale Widerstandsfähigkeit rückt zunehmend in den Fokus – insbesondere angesichts wachsender Cyberbedrohungen. Das CISPA Helmholtz-Zentrum für Informationssicherheit in Saarbrücken spielt hierbei eine zentrale Rolle. Jan Stöß, Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, sieht Potenzial für eine engere Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut.
Das Sicherheitsforum brachte rund 300 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Behörden zusammen. Im Zentrum stand der Aufbau einer eigenständig agierenden Rüstungs- und Sicherheitsinfrastruktur im Saarland.





