In einer engagierten Schüler-Aktion der Gemeinschaftsschule Freisen wurden auf Initiative der O/D Ottweiler Druckerei und des Rotary Club St. Wendel gebrauchte Brillen in den Familien der Schüler gesammelt. „Um der Aktion am Anfang einen griffigen Namen zu geben, sind wir darauf gekommen, die Initiative „Brillen für Afrika“ zu nennen“, erklärte Michael Roos vom Rotary Club St.Wendel. „Inzwischen werden die gebrauchten Brillen in fast 60 Länder auf der ganzen Welt geliefert, auch nach Asien und Südamerika.“
„Die motivierten Schüler in Freisen haben jetzt hier an unserer Gemeinschaftsschule 111 Brillen gesammelt“, fasste Schulleiter Marc André Müller das Ergebnis zusammen.
Folgende Schüler der SV (Schülervertretung) waren an der Brillensammelaktion für Afrika beteiligt: Melina Biehl, Marie-Sophie Kulla, Candi Roberts, Simon Glock, Natalia Kurek, Luisa Schröck, Lisanne Donie, Milena Alles. Betreut wird die SV von den Lehrerinnen Karina Ritter und Jessica Klaiber.
Die O/D Ottweiler Druckerei, die bei der Brillen-Übergabe durch Kathrin Corpataux vertreten war, sieht in dem Projekt auch einen wichtigen pädagogischen Ansatz, der den Kindern und Jugendlichen Solidarität und Verantwortung für die Menschen näher bringen soll, denen es nicht so gut geht, wie uns hier.
Die Brillen werden über den Rotary Club St.Wendel, der bei der Brillen-Übergabe am 30.01.2017 durch Michael & Michaela Roos vertreten war, ins Elsass in die Nähe von Colmar geschickt, dort gesammelt, begutachtet, gereinigt und sortiert. Aus den verschiedenen Ländern werden dann die Anfragen nach einer entsprechenden Brille in der benötigten Stärke angenommen und die passenden Brillen gemäß den Vorgaben versandt.
Kapuziner-Pater Francois-Marie Meyer hatte in Hirsingue im Elsass vor mehr als 20 Jahren die Idee, mit gebrauchten Brillen den armen Menschen in aller Welt zu helfen. Heute wird seine Idee von den Helfern des Vereins „L.S.F. Lunettes sans Frontiere (Brillen weltweit)“ weitergeführt.
Der Verein L.S.F. ist seit Jahren eine europaweit bekannte Anlieferstelle für gebrauchte Brillen und wird von treuen Partnern regelmäßig mit Nachschub versorgt. So ist es möglich, dass man derzeit in der Woche rund 100 Pakete mit jeweils drei Kilogramm Brillen in den Versand in alle Welt bringt.
„Bemerkenswert dabei ist, dass dort die Arbeit mit 30 bis 40 Helfern ehrenamtlich erbracht wird. Die französische Post unterstützt das Projekt, indem nur die Hälfte des Portos verlangt wird“, macht Michael Roos auf weitere Begleitumstände aufmerksam. „Zu Anfang hatten wir nur mit einigen wenigen Optikern im Landkreis St.Wendel zusammen gearbeitet, heute sind es 150 Optiker saarlandweit“, blickte Michael Roos zurück. „Durch die Verbindung zu Möbel Müller in Dillingen wurde die Aktion auf das komplette Saarland ausgedehnt.
Die Geschäftsführerin der O/D Ottweiler Druckerei, Petra Krenn, hat selbst am letzten Brillen-Transport ins Elsass teilgenommen und engagiert sich persönlich dafür, dass künftig auch möglichst viele Schulen im Saarland bei der Aktion mitmachen.
Daher wird das jetzige Engagement der Schüler und Lehrer der Gemeinschaftsschule Freisen sehr wertgeschätzt. Es wäre wünschenswert, dass noch mehr Schulen im Saarland, so wie die Gemeinschaftsschule Freisen, sich an der Aktion beteiligen würden.
Die O/D Ottweiler Druckerei und der Rotary Club St.Wendel bedanken sich daher ganz herzlich für diese tolle Sammel-Aktion mit 111 Brillen in Freisen und hoffen, dass dieses Projekt an der Gemeinschaftsschule weiter geführt wird, damit die Idee „Brillen für Afrika“ auf diesem Wege nachhaltig in der Gemeinde Freisen auch in den nächsten Jahren umgesetzt wird.
Foto: Marc André Müller




