Der Bund stellt den Ländern 100 Milliarden Euro aus einem Sondervermögen für Infrastrukturmaßnahmen zur Verfügung. Die Gelder sind für verschiedene Bereiche vorgesehen: Sanierung und Ausbau von Bildungseinrichtungen, Modernisierung des Verkehrsnetzes sowie allgemeine kommunale Infrastrukturprojekte. Die saarländische SPD drängt nun darauf, einen Teil dieser Summe für die dringend notwendige Instandsetzung der Schwimmbäder im Land zu verwenden.
Zahlreiche kommunale Bäder im Saarland befinden sich in einem kritischen Zustand und benötigen umfangreiche Sanierungsarbeiten. Bei einigen Einrichtungen ist sogar die dauerhafte Schließung nicht ausgeschlossen. Die Länder haben bei der Verwendung der Bundesmittel freie Hand, wobei finanzschwache Kommunen bevorzugt berücksichtigt werden sollen.
„Schwimmbäder sind weit mehr als nur Orte der Freizeitgestaltung. Sie sind Lernorte, Begegnungsstätten und Gesundheitsförderer zugleich. Kinder lernen hier schwimmen – eine Fähigkeit, die lebenswichtig ist und Leben retten kann. Ältere Menschen nutzen die Bäder für Reha und Bewegung, Familien verbringen hier gemeinsam Zeit“, betonte Esra Limbacher, Generalsekretär der saarländischen Sozialdemokraten. Er verwies auf die gesellschaftliche Bedeutung der Einrichtungen in Zeiten zunehmender Bewegungsarmut und sozialer Isolation. „Es kann nicht sein, dass Kommunen aus finanzieller Not gezwungen sind, ihre Bäder zu schließen. Deshalb wollen wir jetzt alle Möglichkeiten nutzen, damit auch Schwimmbäder von den Infrastrukturmitteln des Bundes profitieren – als Teil einer sozialen und zukunftsorientierten Infrastrukturpolitik.“
Limbacher plädiert dafür, bei der Mittelverteilung die besondere Rolle der Schwimmbäder stärker zu gewichten. „Das ist kein Randthema – Schwimmbäder gehören zur Naherholung in unserer Heimat. Sie sind ein Stück Lebensqualität für Jung und Alt. Deshalb müssen sie eine größere Rolle spielen, wenn es um Investitionen in die Zukunftsfähigkeit unserer Kommunen geht. Wir sollten alles dafür tun, dass sie erhalten bleiben“, unterstrich der SPD-Generalsekretär.



