St. Wendel: Junge Union fordert Beratungsstelle gegen Linksextremismus

Foto: JU St. Wendel

Die Junge Union (JU) im Kreis Sankt Wendel fordert ein stärkeres gesellschaftliches Bewusstsein für die Gefahren des Linksextremismus und schlägt die Einrichtung einer regionalen Beratungsstelle vor. Die politische Jugendorganisation zeigt sich besorgt über eine aus ihrer Sicht zunehmende Bagatellisierung linker extremistischer Positionen in öffentlichen Debatten.

Ein aktuelles Beispiel liefert nach JU-Angaben ein kontrovers diskutierter Kommentar der Sprecherin der Grünen Jugend, Jette Nietzard. Diese hatte laut über den Einsatz von Gewalt als mögliche Reaktion auf eine hypothetische Regierungsübernahme durch die AfD nachgedacht: „Wie müsste unser Widerstand gegen eine regierende AfD aussehen? Wäre der nur intellektuell? Oder müssten wir auch zu den Waffen greifen?“

Solche Aussagen seien, so die JU, ein „Tabubruch“ und zeigten, wie radikale Positionen Eingang in den öffentlichen Diskurs fänden.

„Dass einflussreiche Vertreter politischer Jugendorganisationen Gewalt als legitimes Mittel in Erwägung ziehen ist ein absoluter Tabubruch. Zugleich verfangen solche gefährlichen Aussagen schnell in den Sozialen Medien und richten einen immensen Schaden an unserer Demokratie an. Deshalb dürfen wir auch bei diesem Thema nicht naiv sein und müssen diesen Entwicklungen entschieden entgegentreten“, erklärt Johannes Haupenthal, Kreisvorsitzender der Jungen Union Sankt Wendel.

Die JU kritisiert zudem, dass bestimmte linksextreme Haltungen – etwa eine generelle Ablehnung der Polizei, der sozialen Marktwirtschaft oder antisemitische Narrative – immer mehr gesellschaftliche Akzeptanz fänden. Diese Entwicklung dürfe nicht länger ignoriert werden.

Konkret fordert der Verband daher:

  • einen kritischeren Umgang von Politik und Medien mit linksextremen Positionen,

  • die Einrichtung einer Anlaufstelle bei Vorfällen mit linksextremem Hintergrund im Landkreis,

  • sowie verstärkte Bildungs- und Aufklärungsangebote zum Thema Linksextremismus.

„Linksextremismus ist kein Phänomen, das nur in Großstädten vorkommt. Auch bei uns im Landkreis brauchen wir endlich Bildungs- und Beratungsangebote, ähnlich derer gegen Rechtsextremismus, um einer weiteren Verbreitung linksextremer Narrative, vor allem unter jungen Menschen, vorzubeugen. Das ist unsere demokratische Pflicht“, betont der stellvertretende Kreisvorsitzende Arthur Schloß.

Bei einer Demonstration am 31. Mai 2025 wurde ein Reporter von wndn.de von Linksextremen in St. Wendel angegriffen.

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