Mc Müller: „Wir haben abgeschlossen“ – Tochter des Betreibers äußert sich zur Zukunft des Kult-Imbisses

St. Wendel. Die angekündigte Schließung des Traditionsimbisses Mc Müller bewegt St. Wendel weiterhin – doch aus der Familie des Betreibers kommen nun klare Worte. Im Gespräch mit wndn.de erklärt Isabell Kunrath, Tochter von Josef Müller und Mitbetreiberin des Imbisses, wie es zur Entscheidung kam – und wie es jetzt weitergehen könnte.

Die Ablehnung der Baugenehmigung für ein geplantes Bistro im Nachbargebäude kam für die Familie unerwartet:

„Wir waren sehr überrascht, zumal wir vorher schon mit dem Bürgermeister Klär gesprochen hatten und er dem Thema sehr positiv zugewandt war“, sagt Kunrath.
Tatsächlich ist nicht die Stadt selbst, sondern die Untere Bauaufsichtsbehörde des Landkreises für die Genehmigung zuständig. Dort und bei der Stadt haben wir ein offizielles Statement angefragt – es steht derzeit noch aus.

Die Gründe für die Ablehnung seien laut Kunrath unter anderem denkmalschutzrechtliche Vorgaben und fehlende Parkplätze:

„Das Haus steht unter Denkmalschutz, die Parkplätze stehen 50 Meter zu weit entfernt.“

Ein Weiterbetrieb am aktuellen Standort? Keine Option mehr.
Für die Familie kam es nicht mehr infrage, das Bistro in den bisherigen Mieträumen weiterzuführen.

„Wir haben hier in der Vergangenheit viel investiert. Um das Bistro hier weiterzuführen, müssten wir wieder kräftig investieren“, erklärt Kunrath.

Doch eine weitere große Investition in gemietete Räume – das kommt für die Familie nicht mehr infrage. Künftig will man nur noch dort investieren, wo man auf sicherem Grund steht:

„Wenn wir noch einmal investieren, dann in unser eigenes Eigentum.“

„Die Petition berührt uns – aber wir haben abgeschlossen“

Die kürzlich gestartete Petition, mit der Unterstützer die Schließung verhindern wollen, hat die Familie erreicht – und emotional bewegt.

„Ja, wir haben es mitbekommen und freuen uns sehr über die Unterstützung. Aber wir haben schon abgeschlossen.“
Drei Mitarbeiter könnten in Rente gehen, andere seien bereits im Ruhestand. Die Suche nach neuen Kräften sei schwierig, und die Zukunft zu ungewiss.
„Wir freuen uns unheimlich über die tolle Resonanz, und es berührt uns sehr, dass wir schon vermisst werden, obwohl wir noch da sind.“

Ein Leben nach dem Imbiss?

Ganz endgültig könnte es aber doch nicht sein. Der Name Mc Müller könnte auch künftig im Stadtbild auftauchen – in anderer Form.

„Wir haben weiterhin unseren Partyservice und bieten auch noch unsere Currywurst im Glas an.“ Auch ein Einsatz auf Märkten oder beim Stadtfest sei denkbar – vielleicht sogar mit einem Food-Truck.
Ob es dazu kommt, hängt laut Kunrath allein von der Nachfrage ab:
„Wenn wir spüren, dass unser Angebot weiter gewünscht ist, werden wir es auch nach der Schließung des Imbisses weiter anbieten.“

Und wie geht es Josef Müller?

Nach den turbulenten Wochen rund um die angekündigte Schließung habe sich ihr Vater wieder gefangen:

„Inzwischen geht es ihm gut.“

Die Zukunft des Kult-Imbisses ist damit noch nicht völlig entschieden – auch wenn der Standort, so wie ihn St. Wendel kennt, bald Geschichte sein könnte. Die Verbundenheit der Bürgerinnen und Bürger mit „Haralds Sprüchen“ und der legendären Currywurst aber bleibt.

Weitere interessante Artikel:

ANZEIGEN

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Blätterbarer Katalog 2026 mit 44 Seiten:

Weitere Informationen zu den neuen „Gudd-Zweck-STERNZEICHEN-ETIKETTEN“ finden Sie hier:
https://www.gudd-zweck.de/fyi/ho-roos-kop/