Guter Ausbildungsmarkt im Landkreis St. Wendel

Mit Blick auf das beginnende neue Schuljahr haben in den Monaten August und September viele Jugendliche auch ihre Berufsausbildung begonnen.

Am Ausbildungsmarkt setzen sich die Trends der letzten Jahre weiter fort. Einerseits können die Bewerberinnen und Bewerber häufig zwischen mehreren Ausbildungsstellen auswählen. Allerdings begrenzen die demografische Entwicklung und die steigende Nachfrage nach einem weiteren Schulbesuch die Anzahl der Ausbildungsbewerber. Für leistungsschwächere Jugendliche wird es aufgrund der weiter ansteigenden Anforderungen in den Berufen zwar schwieriger einen Ausbildungsplatz zu finden, die Unternehmen sind jedoch zunehmend bereit, auch schwächeren Jugendlichen eine Chance zu geben. Allgemein besteht weiterhin eine hohe Ausbildungsbereitschaft. Dennoch finden die Betriebe nicht immer die passenden Auszubildenden und Ausbildungsstellen bleiben somit unbesetzt.

Gemeldete Ausbildungsstellen

Insgesamt wurden im Landkreis St.Wendel im Ausbildungsjahr 2015/2016 507 Berufsausbildungsstellen zur Besetzung gemeldet. Das waren 66 bzw. 15 Prozent mehr als im Vorjahr.
Dabei kommen die häufigsten Angebote aus den Berufen Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Koch/Köchin, KFZ-Mechatroniker/-in, Verkäufer/-in, Elektroniker/-in Energie- und Gebäudetechnik, Hotelfachmann/-frau, Kaufmann/-frau für Büromanagement, Anlagenmechaniker/-in Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik, Restaurantfachmann/-frau, sowie zahnmedizinische/r Fachangestellte/r.

Zum Ende des Berichtsjahres blieben 97 Ausbildungsstellen unbesetzt, 10 oder 11,5 Prozent mehr als 2015. Allein 48 unbesetzte Ausbildungsstellen gab es noch in den Berufen Koch/Köchin, Kaufmann/-frau im Einzelhandel, Anlagenmechaniker/-in Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Elektroniker/-in Energie- und Gebäudetechnik, Verkäufer/-in, Fleischer/-in, Fachverkäufer/-in Bäckerei und Fachverkäufer/-in Fleischerei.
 
Gemeldete Bewerber

Die Zahl der Bewerber in der Berufsberatung hat sich im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Ins-gesamt 537 Jugendliche, 74 oder 16 Prozent mehr als im letzten Berichtsjahr, waren als Bewerber für Berufsausbildungsstellen gemeldet. Die von jungen Frauen am häufigsten nachgefragten Ausbildungsberufe sind Verkäuferin, Kauffrau im Büromanagement oder Kauffrau im Einzelhandel. Die männlichen Bewerber möchten oft Industriemechaniker, Verkäufer oder Kaufmann für Büromanagement werden.
Über die Hälfte, nämlich 54,8 Prozent der Bewerber/-innen nahm eine Berufsausbildung (260 Personen) bzw. eine Erwerbstätigkeit (34 Personen) auf. Rund 26 Prozent entschieden sich für eine weitere Schulbildung, ein Studium oder ein Praktikum. Dabei fällt auf, dass die Zahl der jungen Menschen, die weiter zur Schule gingen, um 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen ist.
Für die derzeit noch nicht versorgten Bewerberinnen und Bewerber führt die Agentur für Arbeit gemeinsam mit den Wirtschaftskammern die Vermittlungsbemühungen auch in den kommenden Tagen noch weiter. Ziel ist es, auch ihnen einen Platz am saarländischen Ausbildungsmarkt zu sichern.

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