Statt Videoüberwachung am St. Wendeler Bahnhof: Streetworker-Initiative gefordert

„In der Debatte um mehr Sicherheit am Bahnhof St. Wendel (wir berichteten) verstecken sich viele hinter der Aussage, dass Videokameras die Lösung aller Probleme seien“, so die SPD-Ortsvereinsvorsitzende von St. Wendel, Sandra Henkel. Sie sieht jedoch andere Schritte als effektiver an: „Es sind häufig Jugendliche oder junge Erwachsene, die das Umfeld des Bahnhofs unsicher machen. Nicht selten werden dabei alkoholische Getränke konsumiert. Die gleiche Situation kann im Stadtpark beobachtet werden.“


Henkel schlägt daher vor, dass Jugendamt und Träger der Jugendhilfe im Landkreis gemeinsam eine Initiative „Streetworker“ starten. Streetworker sind mobile Sozialarbeiter, die Kontakt zu den Jugendlichen herstellen, eine Vertrauensperson werden können und sich den Problemen der jungen Erwachsenen annehmen.

„Den pädagogischen Ansatz einer Streetworker-Initiative halte ich für sinnvoller, als eine 24-Stunden-Videoüberwachung der Jugendlichen“, so Henkel.

Repression und Verlagerung der Probleme an andere Orte der Stadt bringen auf Dauer nichts. Besser ist eine nachhaltige Lösung  „Für die Stadt und den Kreis wird es sich mehr lohnen in Jugendarbeiter zu investieren, als in Videokameras“, so Henkel abschließend.

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