Der Landkreis Sankt Wendel und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft St. Wendeler Land haben Vertreter der regionalen Rüstungsindustrie zu einem Runden Tisch eingeladen. An dem Treffen nahmen die Unternehmen Diehl Defence, KNDS sowie das Heeresinstandsetzungswerk teil. Gemeinsam wurden aktuelle Entwicklungen an den Standorten im Landkreis besprochen, der Bedarf der Unternehmen ermittelt und Möglichkeiten für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Region erörtert.
Landrat Udo Recktenwald unterstrich die Bedeutung der Branche: „Unsere heimische Rüstungsindustrie ist eine wichtige Stütze der deutschen und europäischen Sicherheitsstruktur, die aufgrund der weltpolitischen Lage an Bedeutung und Gewicht gewinnen wird. Ebenso wichtig und gewichtig sind diese Unternehmen für unsere regionale Wirtschaftsstruktur: Sie bilden einen industriellen Kern, der unsere mittelständisch geprägte Wirtschaft ergänzt und stärkt. Daher wollen wir unsere sicherheits- und verteidigungsrelevante Industrie begleiten und unterstützen. Und zu besprechen gibt es viele Themen: So haben wir uns unter anderem über Investitions- und Wachstumsperspektiven, Fachkräftebedarf, Ausbildung und Qualifizierung, Flächen- und Infrastrukturfragen sowie mögliche Chancen für den Wirtschaftsstandort ausgetauscht. Dabei wurde deutlich, dass die Entwicklungen in diesem Sektor ein wichtiges Zukunftsfeld für den Landkreis darstellen: mit zusätzlichen Arbeitsplätzen, industrieller Wertschöpfung und neuen Anknüpfungspunkten für den regionalen Mittelstand.“
Zugleich betonten die Beteiligten, dass die wirtschaftliche Stärke des Landkreises weiterhin auf einer breiten Basis fußt. Mittelstand, inhabergeführte Betriebe, Handwerk, Industrie, Dienstleistungen, Tourismus und Gesundheitswirtschaft bleiben demnach zentrale Säulen der regionalen Entwicklung.
Landkreis und Wirtschaftsförderung verstehen sich dabei als Lotsen, Koordinatoren und Netzwerker. Konkret geht es um die Vernetzung von Unternehmen, Unterstützung bei Standort- und Fachkräftethemen sowie die Begleitung von Abstimmungsprozessen. Auch mögliche Folgeformate wie Lieferantendialoge, Kompetenzübersichten oder Qualifizierungsangebote sollen geprüft werden.
Das Treffen soll den Auftakt für einen regelmäßigen, strukturierten Austausch bilden. Ziel ist es, die Chancen der Rüstungsindustrie mit regionaler Wertschöpfung, Fachkräfteentwicklung und der Anbindung des Mittelstands zu verknüpfen.




