Dichter Rauch und deutlicher Brandgeruch sorgen derzeit auch im St. Wendeler Land für Aufmerksamkeit. Nach Angaben von Dirk Schäfer, Brandinspekteur des Landkreises St. Wendel, steckt dahinter kein größeres Brandereignis im Saarland. Für die Bevölkerung bestehe keine Gefahr. Inzwischen wurde die Warnung dennoch ausgeweitet und zusätzlich über Cell Broadcast direkt auf zahlreiche Mobiltelefone im Saarland geschickt.
Die großflächige Rauchentwicklung ist derzeit in weiten Teilen des Saarlandes wahrnehmbar. Nach bisherigen Erkenntnissen werden die Rauchschwaden vermutlich aufgrund einer besonderen Wetterlage aus anderen Regionen bis ins Saarland getragen.
Großbrand in Belgien könnte Ursache sein
Als mögliche Hauptursache gilt ein großer Vegetationsbrand im Osten Belgiens nahe der deutschen Grenze. Im Naturschutzgebiet Hohes Venn brennt demnach eine Fläche von rund 1.600 Hektar. Die dabei entstehenden Rauchmassen könnten mit der aktuellen Luftströmung bis ins Saarland gelangen.
Auch Brandgebiete im Bereich Hürtgenwald in Nordrhein-Westfalen könnten Einfluss auf die derzeitige Rauchentwicklung haben.
Für Menschen im St. Wendeler Land bedeutet der sicht- und riechbare Rauch nach Angaben der Verantwortlichen derzeit keine konkrete Gefahrenlage. Dennoch werden vorsorgliche Maßnahmen empfohlen.
Fenster und Türen geschlossen halten
Wer stärkeren Rauchgeruch wahrnimmt, sollte Fenster und Türen vorsorglich geschlossen halten. Auch Klimaanlagen sollten sicherheitshalber ausgeschaltet werden.
Das saarländische Innenministerium appelliert zudem an die Bevölkerung, Ruhe zu bewahren. Insbesondere sollen die Telefonleitungen der Polizei- und Feuerwehrleitstellen nicht durch Anfragen zur allgemeinen Rauchentwicklung blockiert werden.
Warnung löst Handy-Alarm aus
Nachdem zuvor bereits Warnmeldungen über KATWARN verbreitet worden waren, wurde die Warnlage inzwischen ausgeweitet. Zusätzlich kam Cell Broadcast zum Einsatz. Dadurch lösten zahlreiche Mobiltelefone automatisch einen lauten Warnalarm aus.
Wer am Samstagabend eine entsprechende Warnmeldung auf seinem Smartphone erhalten hat, muss daher nicht von einem neuen Brandereignis im unmittelbaren Umfeld ausgehen. Die Warnung steht im Zusammenhang mit der großflächigen Rauch- und Geruchsbelästigung.
Brandinspekteur Dirk Schäfer betont, dass nach aktuellem Stand keine Gefahr für die Bevölkerung besteht. Die Hinweise der Behörden sollten dennoch beachtet werden.




