Äußerungen des AfD-Fraktionsvorsitzenden Josef Dörr zur CSD-Parade in Saarbrücken haben eine politische Debatte ausgelöst. Dörr hatte am Montag in der Landespressekonferenz erklärt: „Ich bin mit einer Frau verheiratet und habe das Gefühl, dass das Normale nicht mehr das ist. Dass das Normale etwas anderes ist, womit ich mich nicht identifizieren kann.“
Darauf reagierte Justizstaatssekretär Jens Diener mit deutlicher Kritik.
Diener erklärte: „Der CSD erinnert uns daran, dass Freiheit für alle gelten muss – nicht nur für die eigene Lebensweise.“
Weiter sagte er: „Während manche Vielfalt zum Problem erklären, haben Tausende Menschen in Saarbrücken gezeigt, was unsere Gesellschaft und unseren Rechtsstaat stark macht: Respekt, Zusammenhalt und gegenseitige Anerkennung.“
Mit Blick auf das Grundgesetz betonte Diener: „Die Würde jedes Menschen ist unantastbar. Wer Menschen wegen ihrer Identität ausgrenzt oder ihre Sichtbarkeit infrage stellt, stellt sich gegen diesen Grundgedanken.“
Der Christopher Street Day SaarLorLux hatte am Wochenende nach Polizeiangaben bis zu 12.000 Teilnehmende und rund 80.000 Zuschauerinnen und Zuschauer nach Saarbrücken gezogen.





