Die Verbraucherpreise im Saarland sind im Mai 2026 erneut deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistisches Amt Saarland lag die Inflationsrate wie bereits im April bei 3,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Gegenüber dem April sank der Verbraucherpreisindex leicht um 0,1 Prozent auf einen Stand von 124,8 Punkten. Basis der Berechnung ist das Jahr 2020.
Besonders stark wirkten sich im Mai die gestiegenen Kraftstoffpreise aus. Saarländerinnen und Saarländer mussten an den Tankstellen im Schnitt 23,9 Prozent mehr bezahlen als noch ein Jahr zuvor. Als Ursache nennt das Statistische Amt unter anderem die anhaltenden geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.
Auch Heizöl verteuerte sich deutlich. Hier lag der Preisanstieg bei 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Brennholz, Holzpellets und vergleichbare Brennstoffe wurden um 13 Prozent teurer.
Dagegen gingen andere Energiepreise zurück. Strom verbilligte sich um 6,1 Prozent, Erdgas um 2,1 Prozent und Fernwärme um 5,4 Prozent. Insgesamt lagen die Kosten für Haushaltsenergie 1,9 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Ohne die Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Inflationsrate im Saarland bei 2,3 Prozent gelegen.
Bei Lebensmitteln stiegen die Preise im Durchschnitt um 2 Prozent und damit erneut schwächer als die Gesamtinflation. Fleisch und Fleischwaren verteuerten sich um 3,6 Prozent, Fisch und Meeresfrüchte um 1,7 Prozent.
Preisrückgänge gab es dagegen bei Molkereiprodukten und Eiern mit minus 2,9 Prozent. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei Speisefetten und Speiseölen aus. Diese wurden im Vergleich zum Vorjahr um 15,2 Prozent günstiger.
Auch Dienstleistungen verteuerten sich weiter. Für Gaststättendienstleistungen mussten Verbraucher im Schnitt 3,3 Prozent mehr bezahlen, Übernachtungen kosteten 4,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Speisen und Getränke in Restaurants und Gaststätten verteuerten sich um 3,5 Prozent.





