CDU-Nachwuchs fordert höheres Elterngeld statt Sparmaßnahmen

Die Junge Union Saar stellt sich vehement gegen geplante Sparmaßnahmen beim Elterngeld. Die Nachwuchsorganisation der CDU verlangt, dass die Mutterpartei ihren eigenen Parteitagsbeschluss vom Februar umsetzt und die Leistungen für junge Eltern erhöht statt kürzt.

Charlotte Warken-Luxenburger, die dem Bundesvorstand der Jungen Union angehört, kritisiert die Sparpläne scharf: „Junge Familien stehen heute mehr denn je vor enormen finanziellen Herausforderungen. Kürzungen beim Elterngeld würden diese Situation verschärfen und ein fatales Signal an eine Generation senden, die ohnehin zunehmend unter Druck steht. Familienpolitik muss Familien entlasten – nicht belasten.“

Besonders problematisch sieht die Junge Union den Vorschlag, die verpflichtenden Elterngeldmonate für Väter zu Lasten der Mütter zu erhöhen. Diese Maßnahme ignoriere die tatsächlichen Bedürfnisse vieler Familien und verstärke den Druck auf junge Mütter zusätzlich. Die seit 2007 unveränderten Elterngeldbeträge sollten nach Ansicht der JU endlich an die heutigen Lebenshaltungskosten angepasst werden. Zudem plädiert die Organisation für eine Vereinfachung der komplexen Regelungen und erweiterte Möglichkeiten für Teilzeitarbeit während des Elterngeldbezugs.

„Reformen und Sparmaßnahmen sind dringend notwendig. Doch wer ausgerechnet beim Elterngeld den Rotstift ansetzt, konterkariert genau den Reformprozess, der angesichts des demografischen Wandels gebraucht wird“, betont Warken-Luxenburger. Sie warnt davor, den Konflikt zwischen Kind und Karriere weiter zu verschärfen: „Wenn wir den demographischen Wandel erfolgreich entgegenwirken wollen, dann muss die Losung lauten: „Kind und Karriere“. Dafür ist ein auskömmliches Elterngeld ein wichtiger Baustein.“

Die JU-Politikerin mahnt ihre Mutterpartei zur Standfestigkeit gegenüber dem kleineren Koalitionspartner. Die CDU verliere ihre Glaubwürdigkeit, wenn sie ihren eigenen Beschluss zur Erhöhung des Elterngeldes und zur Rücknahme der abgesenkten Einkommensgrenze nicht durchsetze. „Ausgerechnet erwerbstätigen jungen Eltern das Elterngeld zu kürzen, zu Gunsten von Sozialleistungsempfängern, ist volkswirtschaftlich purer Unsinn und absolut nicht mehr nachvollziehbar“, kritisiert Warken-Luxenburger abschließend.

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