Sankt Wendel verpflichtet sich zu besserer Unterstützung für 2.500 Betroffene

Foto: Landrat Udo Recktenwald und Bettina Altesleben, Staatssekretärin im saarländischen Ministerium für Arbeit (vorne) sowie Vertreter der Kommunen und des Pflegestützpunktes sowie der Landesfachstelle Demenz bei der Unterzeichnung der Charta Fotograf: Lukas Kowol

Der Landkreis Sankt Wendel und seine Gemeinden haben sich zur besseren Unterstützung von Demenzerkrankten verpflichtet. Landrat Udo Recktenwald unterzeichnete gemeinsam mit den Bürgermeistern der Kreiskommunen eine entsprechende Charta. Das Dokument sieht den Aufbau demenzgerechter Strukturen in der Region vor.

„Die Charta dient uns als Richtschnur und Ansporn, unsere Aktivitäten für Menschen mit Demenz und deren Angehörigen zu bündeln, zu intensivieren“, erklärte Landrat Recktenwald. Die Vereinbarung basiere auf zwei zentralen Grundsätzen: „Menschen mit Demenz haben das Recht, ein möglichst selbstbestimmtes und würdevolles Leben zu führen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Und: Erkrankte und Angehörige haben das Recht auf Beratung, Unterstützung und Entlastung.“

Das neue Konzept baut auf bereits vorhandenen Strukturen auf. Seit 2014 existiert im Landkreis ein Demenz-Netzwerk, in dem Kommunen, Einrichtungen, Verbände und Privatpersonen zusammenarbeiten. Mit der Unterzeichnung der Charta verpflichten sich nun alle Kommunen, eigene Demenz-Beauftragte zu ernennen. Diese sollen Beratung und Hilfe vermitteln, Informationsveranstaltungen und Schulungen organisieren sowie die Öffentlichkeitsarbeit und den Netzwerkausbau vorantreiben.

Die Charta wurde gemeinsam mit der Landesfachstelle Demenz entwickelt. Nach Neunkirchen und Saarlouis ist Sankt Wendel der dritte saarländische Landkreis mit einer solchen Vereinbarung. Das Konzept orientiert sich am saarländischen Demenzplan und der nationalen Demenzstrategie. Nach Angaben der Landesfachstelle existieren bundesweit keine vergleichbaren Initiativen.

Im Landkreis Sankt Wendel leben derzeit etwa 2.500 Menschen mit Demenz. Saarlandweit liegt die Zahl bei bis zu 25.000 Betroffenen. Experten rechnen durch den demografischen Wandel mit einer Verdopplung dieser Zahlen bis zum Jahr 2050.

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